BMW lizenziert Microsofts exFAT-Dateisystem

Der deutsche Autohersteller BMW hat ein Lizenzabkommen mit Microsoft geschlossen, in dessen Rahmen man umfangreichen Zugriff auf das exFAT-Dateisystem erhält. Somit verdient der Softwarekonzern nun auch an den Autos von BMW mit.

Wie Microsoft in einer Presseaussendung mitteilte, nutzt BMW exFAT in seinen Fahrzeugen für Digitales Entertainment. Dabei dürfte es vor allem um die Verwendung von Multimedia-Playern und Smartphones als Quelle für die Wiedergabe von Musik über die in den Autos verbauten Stereoanlagen gehen.

ExFAT ist eine Weiterentwicklung des bekannten Dateisystems FAT, bei der die Unterstützung für sehr lange Dateinamen und vor allem für die Verwendung von großen Dateien umgesetzt wurde. Damit wird der Datentransfer zwischen Desktop-PCs und anderen Elektronikgeräten aus dem mobilen Bereich erleichtert. Es kommt daher vor allem bei per USB anzuschließenden Datenträgern zum Einsatz.

BMW erklärte zu dem Lizenzabkommen, dass man mit der neuen Zusammenarbeit mit Microsoft die Zahl der mit den In-Car-Entertainment-Systemen aus seinem Hause kompatiblen Geräte und Massenspeicher erhöhen kann. Konkrete Details zur Höhe der von BMW gezahlten Lizenzgebühren wurden nicht gemacht.
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Gibts da kein vernünftiges, offenes Dateisystem auf das sich die Gerätehersteller einigen können? Muss es was Kostenpflichtiges, Proprietäres von MS sein?
 
[re:1] fraaay am 17.01.13 13:24 Uhr
(+18
@borbor: die meisten BMW Fahrer werden entweder einen Windows PC oder einen Mac zu hause stehen haben und beide können von Haus aus exFat formatieren. Du glaubst also es ist besser/einfacher für den User ein extra Programm installieren zu müssen nur um seinen BMW USB Stick formatieren zu können?
 
@borbor: Ja, eine gewisse Kompatibilität soll ja wohl doch gegeben sein. Ich glaube auch nicht, dass BMW von Linux-Taliban, sondern eher von u. a. logisch und pragmatisch denkenden Menschen geleitet wird, da ist für alberne Prinzipienreiterei kein Platz. Außerdem dürfte demjenigen, der bereit und in der Lage ist, den Preis für einen BMW zu zahlen, die darin enthaltene exFAT-Lizenzgebühr sowieso nicht auffallen bzw. interessieren.
 
@fraaay: Ich glaube nicht, dass es um Sticks geht, eher um interne Laufwerke. Und die müssen evtl. an ein Prüfgerät oder einen PC angeschlossen werden. Leider sind die dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit Windows bestückt.
 
@borbor: doch, die gibt es.... Aber von exFAT kommen wir nicht mehr los. So wurde im SDXC Standard exFAT festgeschrieben (man kann seine karte in allen Dateisystemen formatieren, nur wenn SDXC draufsteht, muss das Gerät FAT, FAT32 und exFAT lesen können, alles andere ist optional). Die frage ist nur, warum lizenzpflichtige Dateisysteme genommen werden? Einerseits hat es etwas mit der verbreitung auf dem markt zu tun. Vista, Windows 7 und 8 unterstützen exFAT von haus aus, Windows XP nach einem Update. Also sind sehr viele Computer mit dem neuen Dateisystem kompatibel (aus sicht der Standardtisierungsgruppe). Anderer seits ist es so, dass MS garantien leisten muss. Sie müssen garantieren, dann weiterentwicklungen des Dateisystem weiterhin abwärtskompatibel sein müssen, sie müssen garantieren, dass alle geräte das dateisystem verstehen, wenn sie sich an die vorgaben von MS halten, sie müssen eine sehr gute dokumentation mitbringen etc... Anders gesagt - leistungen, für die die firmen bereit sind geld zu zahlen (lizenzgebühren). Denn MS nimmt nun die entwicklung und betreuung des Dateisystems in die hand. Genau so hätte es eine andere Firma machen können, wurde aber wohl nicht - wobei ich denke, dass eben auch die verbreitung der Endkundensysteme eine rolle spielt. Nun hätte man auch eine JFFS2 oder ein YAFFS nehmen können (bsp.), jedoch, wer leistet dort die garantien? Häufig haben einzelpersonen die entwicklung angestoßen, und weil es eben gute Ideen waren, wurde diese von der Community weitergeführt. Eine andere lösung wäre, wenn MS die entwicklung federführend betreibt, aber die geschichte dennoch Frei macht - aber dann ist es ein verlustgeschäft. Anderer seits sieht man dass soetwas auch in die "hose gehen kann". Google entwicklet android, und macht das system (nicht die apps) frei verfügbar (Open Source, wie auch keine Lizenzkosten). Und schon offenbart sich, dass viele firmen dann ihre eigenen kleinen süppchen kochen, keine aktualiserungen vornehmen etc... Stell dir mal vor, du kaufst eine Digitalkamera, die nur mit den speicherkarten der selben firma zusammenarbeiten, oder du kaufst eine kamera, und weil diese keine updates erhält, neue spepicherkarten inkompatibel sind.


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