AMD: Nvidia-Wechsler haben Dokumente kopiert

Der Chiphersteller AMD hat eine Gruppe ehemaliger Mitarbeiter verklagt, weil sie vor einem Wechsel zum Konkurrenten Nvidia massenhaft interne Dokumente des Unternehmens gesammelt haben sollen. Außerdem wird ihnen die versuchte Abwerbung von anderen Mitarbeitern vorgeworfen. Wie 'Ars Technica' berichtet, wirft AMD seinem ehemaligen Vice President of Strategic Development Bob Feldstein und den Managern Manoo Desai und Nicolas Kociuk in seiner Klage vor, dass sie mehr als 100.000 interne Dateien auf externe Festplatten kopiert haben sollen. Dies sei innerhalb der letzten sechs Monate vor ihrem Wechsel zu Nvidia geschehen.

Siehe auch: AMD: Spezialist für Konsolengrafik geht zu Nvidia

Später sollen sie und der Manager Richard Hagen versucht haben, AMD-Mitarbeiter für einen Wechsel zu Nvidia zu werben, was angeblich gegen eine Klausel in ihren Verträgen verstößt, wonach sie keine AMD-Mitarbeiter für andere Firmen anwerben dürfen. Feldstein hatte AMD im Juli in einem aufsehenden Schritt in Richtung Nvidia verlassen.

Zuvor hatte er im Namen von AMD große Deals abgeschlossen, die dafür sorgten, dass die Grafikchips des Unternehmens in der Xbox 360 ebenso im Einsatz sind wie in Sonys PlayStation 3 und der Nintendo Wii U. Als Feldstein AMD verließ, kamen umgehend Gerüchte auf, wonach Nvidia mit seiner Hilfe versuchen würde, wieder im Markt für Grafikprodukte für Spielkonsolen Fuß zu fassen.

AMD behauptet in seiner Klage, dass Feldstein und Hagen zunächst Desai angeworben haben, bevor dieser wiederum dafür sorgte, dass Kociuk "und möglicherweise andere AMD-Mitarbeiter" zu Nvidia wechselten. Das Unternehmen hat zudem nach eigenen Angaben die Rechner der Beschuldigten forensisch untersuchen lassen.

Dabei sei festgestellt worden, dass sie wie erwähnt, "offensichtlich geheime, proprietäre und als Geschäftsgeheimnis zu betrachtende Materialien" mit Bezug auf die "Entwicklung von Technologien und/oder höchst geheime Business-Strategien" kopiert haben. Unter anderem sollen zwei Lizenzabkommen mit wichtigen Kunden und ein Strategiepapier von AMD zu den kopierten Inhalten gehört haben. Eine Weitergabe dieser Dokumente an Nvidia könne dem Konkurrenten einen "unfairen" Vorteil verschaffen, so der Vorwurf.

AMD will nun eine Verfügung gegen die Manager verhängen lassen, um die betreffenden Dokumente zurückzuerhalten. Außerdem hat AMD eine einstweilige Verfügung erwirkt, die die Beklagten dazu zwingt, alle in ihrem Besitz befindlichen Dokumente ihres früheren Arbeitgebers aufzubewahren, um sie später ausführlich untersuchen zu können. Außerdem wird ihnen damit die Verwendung oder Weitergabe des Materials untersagt. Nvidia, Amd, AMD Nvidia Nvidia, Amd, AMD Nvidia
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