Ein Luxus-Sportwagen rettete AMD vor der Pleite
Ohne den Verkauf seiner Chip-Werke an Investoren aus Abu Dhabi wäre der Chiphersteller AMD vielleicht heute schon Geschichte. In der Geschichte spielte dabei ein Sportwagen die entscheidende Rolle.
Das geht aus dem von Hector Ruiz, dem ehemaligen AMD-Chef, herausgegebenen Buch "Slingshot" hervor. "Wäre der Abu Dhabi-Deal nicht zustande gekommen, hätte AMD nicht überlebt", erklärt der Autor darin. Der Chiphersteller hatte vor einigen Jahren seine gesamte Produktionssparte unter dem Namen Globalfoundries ausgegliedert und an die mit großem Reichtum aus dem Öl-Geschäft ausgestatteten Araber verkauft.
Allerdings sah es Anfangs nicht gerade danach aus, dass diese Lust hätten, in einen angeschlagenen Halbleiter-Konzern einzusteigen. Sie waren an etwas Prestigeträchtigerem interessiert: Investoren aus Abu Dhabi hatten sich gerade erst in den italienischen Luxus-Sportwagen-Hersteller Ferrari eingekauft.
Um nun das Interesse auf sich zu lenken, sorgte man bei AMD also dafür, dass der eigene Markenname bei Autorennen als Sponsor auf einem Ferrari auftauchte. Einem Angehörigen der Ferrari-Familie war es daraufhin zu verdanken, dass es überhaupt zu einem Treffen mit den Investoren kam - und dieses fand dann auch gleich auf ausreichend hoher Ebene statt. Der Kronprinz persönlich setzte sich mit den AMD-Managern zusammen. Trotzdem zogen sich die Verhandlungen laut Ruiz noch lange hin.
Wie der ehemalige AMD-Chef berichtet, bedurfte es noch einiger Anstrengungen, um die neuen Investoren wirklich davon zu überzeugen, dass die Herauslösung der Produktionssparte aus AMD der richtige Schritt ist. Um dies zu gewährleisten, übernahm er schließlich selbst den Chefposten bei Globalfoundries. "Ich musste alles, was in meiner Macht steht, tun, damit das klappt", erklärte er diesen Schritt.
Der Titel seines Buches leitet sich übrigens vom "Project Slingshot" ab. Dabei handelte es sich um die Wettbewerbsklage, mit der AMD im Konkurrenzkampf gegen Intel die Flucht nach vorn antrat. Dem größeren Konkurrenten wurde hier vorgeworfen, mit unlauteren Mitteln zu agieren und beispielsweise großen Elektronikhändlern großzügige Rabatte zu gewähren, wenn diese keine Rechner mit AMD-Prozessoren in ihre Regale stellten. Der Fall endete damit, dass Intel ohne Schuldeingeständnis 1,25 Milliarden Dollar an AMD zahlte.
Allerdings sah es Anfangs nicht gerade danach aus, dass diese Lust hätten, in einen angeschlagenen Halbleiter-Konzern einzusteigen. Sie waren an etwas Prestigeträchtigerem interessiert: Investoren aus Abu Dhabi hatten sich gerade erst in den italienischen Luxus-Sportwagen-Hersteller Ferrari eingekauft.
Um nun das Interesse auf sich zu lenken, sorgte man bei AMD also dafür, dass der eigene Markenname bei Autorennen als Sponsor auf einem Ferrari auftauchte. Einem Angehörigen der Ferrari-Familie war es daraufhin zu verdanken, dass es überhaupt zu einem Treffen mit den Investoren kam - und dieses fand dann auch gleich auf ausreichend hoher Ebene statt. Der Kronprinz persönlich setzte sich mit den AMD-Managern zusammen. Trotzdem zogen sich die Verhandlungen laut Ruiz noch lange hin.
Wie der ehemalige AMD-Chef berichtet, bedurfte es noch einiger Anstrengungen, um die neuen Investoren wirklich davon zu überzeugen, dass die Herauslösung der Produktionssparte aus AMD der richtige Schritt ist. Um dies zu gewährleisten, übernahm er schließlich selbst den Chefposten bei Globalfoundries. "Ich musste alles, was in meiner Macht steht, tun, damit das klappt", erklärte er diesen Schritt.
Der Titel seines Buches leitet sich übrigens vom "Project Slingshot" ab. Dabei handelte es sich um die Wettbewerbsklage, mit der AMD im Konkurrenzkampf gegen Intel die Flucht nach vorn antrat. Dem größeren Konkurrenten wurde hier vorgeworfen, mit unlauteren Mitteln zu agieren und beispielsweise großen Elektronikhändlern großzügige Rabatte zu gewähren, wenn diese keine Rechner mit AMD-Prozessoren in ihre Regale stellten. Der Fall endete damit, dass Intel ohne Schuldeingeständnis 1,25 Milliarden Dollar an AMD zahlte.
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