Unter Berufung auf einen Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln berichtet 'Die Welt' darüber, dass der kürzlich festgenommene Betreiber von Plattformen für Erwachsenenunterhaltung, zu denen unter anderem Youporn gehört, freigelassen wurde.
Dafür musste Fabian Thylmann angeblich eine Kaution in zweistelliger Millionenhöhe hinterlegen. Im Gegenzug wird auf den weiteren Vollzug der Untersuchungshaft verzichtet, heißt es von offizieller Seite. Zudem habe sich Thylmann zu strikten Meldeauflagen verpflichtet.
Die Entscheidung über die Freilassung des aus Aachen stammenden Internetunternehmers ist bereits am vergangenen Donnerstag gefallen. Bis zum Start der zugehörigen Hauptverhandlung wurde es dem deutschen Erotik-Mogul gestattet, zu seinem Wohnsitz nach Belgien zurückzukehren.
Das Online-Portal 'Spiegel' berichtet ferner darüber, dass die zuständigen Ermittler Hinweise auf hinterzogene Steuern in der Höhe von mehr als zehn Millionen Euro gefunden haben. In erster Linie geht es dabei um nicht abgeführte Umsatzsteuer. Grundsätzlich müsste das Unternehmen von Fabian Thylmann bei jedem Klick eines deutschen Kunden 19 Prozent Mehrwertsteuer bezahlen.
Siehe auch: YouPorn-Chef wurde nach Deutschland ausgeliefert
Ansässig ist das Unternehmen von Thylmann, die Manwin Holding, in Luxemburg. Unter deren Dach sollen über 35 Tochtergesellschaften geführt werden. Zu diesem Unternehmensgeflecht zählen verschiedene bekannte Pornographie-Plattformen im Netz, wie zum Beispiel MyDirtyHobby, Pornhub oder YouPorn.


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