Der Gründer des Anti-Virenunternehmens McAfee ist in seine Heimat USA zurückgekehrt. Die guatemaltekischen Behörden haben den 67-Jährigen des Landes verwiesen, da er illegal die Grenze des Landes überschritten hat. Wie es in der Causa des in Belize ermordeten Nachbarn von McAfee weitergeht, ist derzeit aber unklar.
Nach einer Woche in Gewahrsam der guatemaltekischen Behörden ist John McAfee in die USA überstellt worden und vor einigen Stunden in Miami angekommen. Gegenüber dem Wirtschaftsmedium 'Bloomberg' sagte der 67-Jährige, dass er aus Guatemala ausgewiesen worden, aber mit dieser Entscheidung "völlig glücklich" sei.
McAfee hatte vor rund einer Woche die Grenze zwischen Belize und Guatemala überschritten, allerdings nicht offiziell. Zuvor war McAfee etwa zwei Wochen auf der Flucht gewesen, Grund dafür war der Mord am Nachbarn des Software-Pioniers.
McAfee hatte sich angeblich vor der Tat mit dem 52-jährigen US-Bürger Gregory Faull gestritten, weshalb der Verdacht der Polizei von Belize auch auf ihn gefallen ist. Eine Mordanklage wurde jedoch nicht erhoben, McAfee sollte lediglich befragt werden, dieser witterte aber eine Verschwörung und tauchte unter.
Vor seiner Abreise aus Guatemala City sagte McAfee, das er während seiner Flucht "durch Dschungel, Flüsse und Meere" gelaufen sei sowie eine Woche im Gefängnis verbracht habe: "Ich glaube, dass ich mich nun eine Zeit lang ausruhen werde", so McAfee gegenüber der Nachrichtenagentur 'Reuters'.
Ein Sprecher der Polizei von Belize sagte, dass man McAfee nach wie vor zum Mordfall Faull befragen wolle, auch auf US-Boden. Schließlich handelt es sich beim Opfer ebenfalls um einen Staatsbürger der Vereinigten Staaten, so Polizei-Vertreter Raphael Martinez. McAfee hat derzeit aber lediglich den Status als "Person of Interest", ein konkreter Mordverdacht bzw. eine -Anklage liegt nicht vor. Deshalb könne sich Belize auch nicht auf das Auslieferungsabkommen mit den USA berufen, da dieses nur auf (formell) Verdächtige anwendbar ist.


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