Formelle Begnadigung von Alan Turing gefordert
Eine Gruppe prominenter britischer Wissenschaftler, darunter der weltberühmte Astrophysiker Stephen Hawking, fordert in einem Brief an Premierminister David Cameron eine offizielle und formale Begnadigung des Mathematikers Alan Turing.
Turing, einer der brillantesten Köpfe des vergangenen Jahrhunderts, war maßgeblich daran beteiligt, die deutsche Chiffriermaschine Enigma zu knacken und beeinflusste dadurch mit hoher Wahrscheinlichkeit auch den Verlauf des Zweiten Weltkriegs zu Gunsten der Alliierten.
Nach Kriegsende erfuhr der Mathematiker und Computer-Wegbereiter aber nicht die Ehre, die er verdient hätte, ganz im Gegenteil: Wegen seiner Homosexualität, die in Großbritannien bis ins Jahr 1967 als Straftat angesehen worden ist, musste er sich im Jahr 1952 einer psychiatrischen Zwangsbehandlung unterziehen.
Siehe auch: Computer-Pionier Alan Turing wird nicht rehabilitiert
Turing musste unter anderem weibliche Hormone schlucken, was seinerzeit als "chemische Kastration" galt. Zudem wurde ihm wegen seiner sexuellen Orientierung verboten, für die britische Regierung bzw. den Geheimdienst zu arbeiten. Das alles führte letztlich zu einer tiefen Depression. Alan Turing starb am 7. Juni 1954 an Cyanid-Vergiftung, es war aller Wahrscheinlichkeit nach Selbstmord.
In dem Brief an die Tageszeitung 'The Telegraph' fordern Stephen Hawking, der Biochemiker und Nobelpreisträger Paul Nurse, der Astronom Martin Rees und Jean Barker (Baroness Trumpington), die mit Turing seinerzeit in Bletchley Park zusammengearbeitet hat, dass dieser vom britischen Premier Cameron posthum vollständig bzw. formal begnadigt wird.
Zwar hatte sich bereits im Jahr 2009 der damalige Premierminister Gordon Brown öffentlich für die Verfolgung Turings entschuldigt, Turings "Straftat" blieb auf dem Papier aber bestehen. Hawking und Co. "drängen" Cameron nun dazu, "ein Machtwort zu sprechen und dem ikonischen britischen Held auch formell zu vergeben."
Siehe auch: Senf dazu - Von Turing lernen, heißt Siegen lernen
Nach Kriegsende erfuhr der Mathematiker und Computer-Wegbereiter aber nicht die Ehre, die er verdient hätte, ganz im Gegenteil: Wegen seiner Homosexualität, die in Großbritannien bis ins Jahr 1967 als Straftat angesehen worden ist, musste er sich im Jahr 1952 einer psychiatrischen Zwangsbehandlung unterziehen.
Siehe auch: Computer-Pionier Alan Turing wird nicht rehabilitiert
Turing musste unter anderem weibliche Hormone schlucken, was seinerzeit als "chemische Kastration" galt. Zudem wurde ihm wegen seiner sexuellen Orientierung verboten, für die britische Regierung bzw. den Geheimdienst zu arbeiten. Das alles führte letztlich zu einer tiefen Depression. Alan Turing starb am 7. Juni 1954 an Cyanid-Vergiftung, es war aller Wahrscheinlichkeit nach Selbstmord.
In dem Brief an die Tageszeitung 'The Telegraph' fordern Stephen Hawking, der Biochemiker und Nobelpreisträger Paul Nurse, der Astronom Martin Rees und Jean Barker (Baroness Trumpington), die mit Turing seinerzeit in Bletchley Park zusammengearbeitet hat, dass dieser vom britischen Premier Cameron posthum vollständig bzw. formal begnadigt wird.
Zwar hatte sich bereits im Jahr 2009 der damalige Premierminister Gordon Brown öffentlich für die Verfolgung Turings entschuldigt, Turings "Straftat" blieb auf dem Papier aber bestehen. Hawking und Co. "drängen" Cameron nun dazu, "ein Machtwort zu sprechen und dem ikonischen britischen Held auch formell zu vergeben."
Siehe auch: Senf dazu - Von Turing lernen, heißt Siegen lernen
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