Social Media kann für die Polizei sehr hilfreich sein

Die Nutzung sozialer Medien kann die Arbeit der Polizei erheblich erleichtern - und dies bei weitem nicht nur, was die Fahndung nach Straftätern angeht, so eine aktuelle Untersuchung.

Für diese wurden die Erfahrungen von Polizeien in dreizehn europäischen Staaten ausgewertet. Neben dem Einsatz als Quelle kriminologischer Informationen eignen sich die sozialen Medien demnach vor allem zur Kommunikation mit der Bevölkerung, etwa auch bei Krisensituationen oder Unruhen. Hervorzuheben sei zudem das hohe Potential zur Vertrauensbildung zwischen Polizei und Bevölkerung, teilte das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT mit.

In Großbritannien etwa gehörten diese Werkzeuge schon bei vielen Polizeistationen zum Tagesgeschäft. Beamte informieren die umliegende Anwohnerschaft über ihre aktuellen Aktivitäten, geben Warnungen oder Suchanzeigen aus. Der Beamte vor Ort kommuniziert quasi wie eine eigene Pressestelle.

Die Präsenz der Polizei in den sozialen Medien hat auf unterschiedlichen Ebenen eine direkte Wirkung auf die Beziehung zwischen Polizei und Bevölkerung. Zum einen wird eine vertrauensvolle Verbindung zwischen Bürgern und Polizeien aufgebaut. Die Interaktion wird enger, der Dialog verstärkt. Die Polizeiarbeit wird transparenter, Bürger erleben die Polizei als menschlicher und das Vertrauen steigt. Verstärkt wird dies durch den in den sozialen Netzen üblichen persönlichen Kommunikationsstil, der im Gegensatz zur gewohnten bürokratischen Behördensprache steht.


"Über die Polizeiarbeit wird im Netz in jedem Fall diskutiert. Die Frage ist daher nicht, ob Polizeithemen etwas in sozialen Medien zu suchen haben, sondern wie die Polizeien daran teilhaben und die Vorteile nutzen. Denn wenn die Polizei nicht selbst aktiv wird, füllen andere die Lücke", erklärte Projektkoordinator Sebastian Denef vom Fraunhofer FIT.

Beispielsweise hat eine inoffizielle Facebook-Seite in Berlin mit Polizeinachrichten über 15.000 Fans. Und in der niederländischen Region Haaglanden hat der Twitter-Kanal eines selbsternannten Polizeifans stattliche 2.500 Follower. Eine fehlende vertrauenswürdige Präsenz in den sozialen Medien kann so auch ein guter Nährboden für Gerüchte, Spekulationen und Missverständnisse sein.

Zudem sind die sozialen Medien ein wichtiger Kommunikationskanal zur jüngeren Bevölkerung, eine Gruppe, die für viele Aspekte der Polizeiarbeit von hoher Bedeutung ist, aber über traditionelle Medien, wie Tageszeitung, Fernsehen oder Radio, kaum mehr erreicht wird. Ein weiteres Feld, in dem sich die sozialen Netzwerke als nützlich erwiesen haben, sind Ausnahmesituationen wie Attentate oder etwa Großschadenslagen. In einer größeren Krisensituation sind soziale Medien ein probates Mittel, um die Bevölkerung unabhängig von polizeilichen Infrastrukturen schnell zu informieren.
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Jo und sobald es Richtung Staatsanwaltschaft geht, gelten Beweiße via Social Networks eh als nichtig.
 
Zum Glück bin ich kein Facebook Insasse. Hört sich ja nach ganz üblem Kindergarten an.
 
@Feuerpferd: bin zwar auch nicht bei facebook und kann mich damit auch nicht anfreunden - aber wo liest aus dem Text heraus, dass es sich dabei um einen Kindergarten handeln muss?
 
Schreibt mal bitte eine Quelle zum Beitrag, damit der interessierte Leser nicht googlen muss. Danke.
 
Naja, Facebook ist ja dafür da, dass man von seinen Freund(en) (und Helfer) gefunden wird. Das ist doch das Grundkonzept, wenn ich mich nicht irre. ^^ Wer von Obama it self begrüßt wird, ist sicherlich kein Gegner der Exekutiven.


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