NATO will Identifizierbarkeit aller Internet-Nutzer

Grafik, Militär, Krieg, Cyberwar, Nato Bildquelle: Jamie Sneddon / Flickr
Während Datenschützer bereits bei den Geschäftspraktiken des Social Networks Facebook laut Alarm schalgen, dürften Überlegungen im Kreise der Militär-Organisation NATO ihnen die Haare zu Berge stehen lassen. Dort wünscht man sich eine eindeutige Identifizierbarkeit aller Internet-Nutzer.
Entsprechende Ideen fallen den NATO-Strategen ein, wenn sie über die Absicherung gegenüber Hackern und Spionen fremder Staaten nachdenken. Die Rechtsberaterin des "Cooperative Cyber Defense Center of Excellence" (CCDCOE) am Standort Tallinn, Katharina Ziolkowski, sagte dem Nachrichtenmagazin 'Focus' (kommende Ausgabe), den Ermittlern stehe bei der Strafverfolgung vor allem die Anonymität des Internets im Weg. "Die Lösung wäre eine individuelle Signatur, die jeden, der im Internet agiert, identifizieren würde", so die Juristin.

Ihrem Kollegen Christian Czosseck zufolge schließt das atlantische Verteidigungsbündnis aus, auf einen Angriff über das Internet mit einer Gegenoffensive zu antworten. Der CCDCOE-Informatiker sagte dem Magazin, es könne allerdings sinnvoll sein, "die Netzwerke fremder Staaten und potenzieller Gegner schon in Friedenszeiten zu infiltrieren und Hintertüren einzubauen, um später etwa logische Bomben leichter platzieren zu können".

Czosseck warnte, die Gesellschaft sei "extrem abhängig von IT-Netzen. Ein massiver Angriff auf Stromnetze oder andere kritische Infrastruktur hätte erhebliche Auswirkungen." Gelänge ein "koordinierter Schlag auf mehrere Leitbörsen", könnte das die Gesellschaft erheblich sabotieren und "eine schwere Wirtschaftskrise auslösen".

Der Sicherheitsexperte Sandro Gaycken, der Militärs weltweit berät, kritisierte unterdessen das bisherige Sicherheits-Konzept der NATO. Die Netzwerke der Allianz seien "durchlässig wie Butter", so Gaycken gegenüber dem 'Focus'. Die Nato-Techniker wüssten gar nicht mehr, "welche Software sie über die Jahre in ihren Systemen verbaut haben - und ob China da nicht zufällig Zugriff hat". Das Militär müsse "sensible Sicherheitsbereiche komplett aus dem Netz nehmen", forderte Gaycken. Grafik, Militär, Krieg, Cyberwar, Nato Grafik, Militär, Krieg, Cyberwar, Nato Jamie Sneddon / Flickr
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