NATO muss bei Manöver GPS-Störsender abschalten

Das nordatlantische Militärbündnis NATO darf während eines aktuellen Manövers vor den Küsten Schottlands nicht mehr länger auf GPS-Störsender zurückgreifen. Eine entsprechende Anordnung erging vom britischen Verteidigungsministerium, nachdem es Beschwerden aus der Bevölkerung gab.

Im Vorfeld soll es seitens des Militärs Benachrichtigungen gegeben haben, wonach die GPS-Funktionalität in der Region dieser Tage gestört sein kann. Allerdings erreichte diese Mitteilung viele Bewohner der Region nicht. So sahen sich beispielsweise Fischer plötzlich einer Situation ausgesetzt, in der ihre Instrumente zur Positionsbestimmung auf See nicht mehr funktionierten, berichtete die 'BBC'.

Mit dem Hinweis, dass dadurch die Sicherheit ihrer Mitarbeiter gefährdet sei, wandten sich verschiedene Kapitäne von Fischerbooten an die Behörden. Aber auch an Land führten die Störsender zu Problemen. So befürchtet man, dass sich Touristen, die sich bei Wanderungen in Schottland auf ihre GPS-Systeme verlassen, verlaufen und zu Schaden kommen könnten.


Die Kommunalverwaltungen einiger Inseln in der Region beklagten außerdem, dass die Störsender nicht nur GPS-Signale behinderten, sondern auch Probleme beim Mobilfunk und dem Empfang von Satelliten-Fernsehen bereiteten. Einige Dörfer sollten so zeitweise fast komplett von der Kommunikation mit dem Festland abgeschnitten gewesen sein, da hier inzwischen wesentliche Teile der Kommunikation und Internet-Anbindungen über Mobilfunknetze laufen.

Das aktuell stattfindende NATO-Manöver "Joint Warrior" soll noch bis zum 17. Oktober andauern. Es findet zweimal im Jahr unter Beteiligung von See-, Luft- und Landstreitkräften statt. 14 Staaten sind bei der derzeitigen Aktion beteiligt.

Nach Angaben des Militärs seien Mitteilungen an die Bevölkerung bereits im September veröffentlicht worden. Anfang Oktober seien außerdem Warnungen über die üblichen Seefunk-Kanäle in der Region ausgegeben worden. Allerdings genügte dies wohl nicht, um alle Betroffenen zu erreichen. Bisher ist unklar, was schief gelaufen ist. Bei früheren Manövern wurden ebenfalls GPS-Störsender eingesetzt, ohne, dass es zu Beschwerden kam, hieß es.
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Haha geil :D Wieso verteilt die NATO nicht einfach Land- und Seekarten sowie Kompass? Wenn man sich so auf die Technik verlässt, ist man eben doch oftmals verlassen.
 
@sibbl: Weil Karte und Kompass ja auch so gut zentimeter-genaue Positionsbestimmung können.. klar oO
 
@sibbl: Ich verlasse mich schon seit mehr als 10 Jahre auf GPS und wurde bis jetzt noch nicht entäuscht.
 
@sibbl: Wer kann den noch Karten lesen !
 
@Slurp: Klar, weil du ja auch die Rakete dafür im Keller liegen hast bei der du sowas vielleicht brauchst. Keine Frage das das GPS genauer ist als Karte und Kompass - aber Zentimetergenau braucht man - in den im Artikel genannten Fällen wirklich nicht. MfG


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