FBI erhält mehr Befugnisse im Kampf gegen Botnetz
Die Ermittler dürfen vorübergehend Methoden einsetzen, die im Normalfall nicht den gesetzlich geregelten Befugnissen entsprechen. So gestattet es die Verfügung, direkt bei verschiedenen Providern Server aufzusetzen, die ihrerseits gegen infizierte Rechner, die in das Botnetz eingebunden sind, vorgehen, berichtete die 'ITWorld'.
Der Plan besteht darin, die Systeme als Kommando-Server auszugeben. Diese sollen den Trojanern auf den infizierten PCs den Befehl zur Selbstabschaltung übermitteln. Die Grundlage dafür legten erste Ermittlungserfolge in den letzten Wochen. So konnten einige Server ausfindig gemacht werden, die Kommandos an die infizierten Rechner geben. Außerdem wurden Domains beschlagnahmt, über die sich die Zombie-PCs weitergehende Instruktionen abholten und an die gesammelte Informationen übermittelt wurden.
Coreflood ist ein Botnetz, das hauptsächlich zur Sammlung von Daten eingesetzt wird. Der Trojaner verfügt über einen integrierten Keylogger, der die Tastatureingaben der Nutzer aufzeichnet und an die Kommando-Server übermittelt. Die Betreiber der Infrastruktur kommen so an Login-Daten, Kreditkartennummern und andere sensible Informationen.
Die Richterin Vanessa Byrant vom Bezirksgericht in Connecticut, von der die Verfügung ausgestellt wurde, begründete die Erteilung von Zusatzbefugnissen damit, dass Coreflood für die betroffenen Nutzer eine anhaltende Gefahr darstellt. Außerdem bestehe jederzeit das Risiko, dass weitere Anwender in die Fänge des Botnetzes geraten, weil der zuständige Trojaner sich direkt von infizierten PCs aus weiterverbreitet.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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