AOL profitiert massiv von uninformierten Nutzern
Rund 80 Prozent der Überschüsse sollen in den USA aktuell noch mit Einwahl-Verträgen erwirtschaftet werden. Schätzungsweise drei Viertel von diesen besteht mit Kunden, die eigentlich gar nichts zahlen müssten, so das US-Magazin 'New Yorker'.
Es handelt sich in viele Fällen um Verträge, die schon seit vielen Jahren bestehen und den Nutzern eine Einwahl in das Internet per Modem ermöglichen. Bei zahlreichen Anwendern sind inzwischen aber längst Breitband-Verbindungen vorhanden - meist über ihren TV-Kabelanschluss.
Vor allem ältere Menschen wissen aber nicht, dass sie parallel nicht ihren AOL-Vertrag benötigen, um weiterhin E-Mails abrufen zu können, hieß es. Dies sei ein "schmutziges kleines Geheimnis", welches das Unternehmen mit sich herumtrage, wird ein ehemaliger Manager zitiert.
AOL war in den 1990er Jahren der größte Zugangs-Anbieter der Welt. Allerdings verpasste es das Unternehmen, sich rechtzeitig auf den Breitband-Markt umzustellen. Die Zahl der Kunden sank so von 2002 an von 35 Millionen auf rund 4 Millionen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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