Microsoft-Zulieferer wegen Sweatshops vorgeladen

Peripherie & Multimedia Der vom amerikanischen National Labor Committee (NLC) veröffentliche Bericht über die schlechten Arbeitsbedingungen in chinesischen Produktionsstätten für Peripheriegeräte, die unter anderem auch Microsoft-Mäuse liefern, hat nun erste Konsequenzen. Laut einem Bericht der 'New York Times' wurden Vertreter der taiwanischen Firma KYE Systems, hierzulande durch ihre Marke "Genius" bekannt, von der Regierung vorgeladen, weil sie offenbar gegen die geltenden Arbeitsschutzbestimmungen verstoßen haben. Unter anderem geht es darum, dass mehr als 300 Arbeiter im Alter zwischen 16 und 18 Jahren nicht offiziell angemeldet wurden.

Die chinesische Regierung wirft KYE Systems außerdem vor, dass die jungen Mitarbeiter gezwungen wurden, länger zu arbeiten als die geltende Rechtsprechung zulässt. Laut dem Bericht des NLC müssen die Jugendlichen im Rahmen von "Praktikas" teilweise 15 Stunden an sechs oder sieben Tagen der Woche arbeiten, wobei sie Stundenlöhne von nur 65 US-Cent bis 1 US-Dollar erhalten.

In Folge des Berichts hatte die Regionalregierung in der Stadt Dongguan eine schnelle Überprüfung der kritisierten Produktsstätten durchgeführt und dabei festgestellt, dass dort tatsächlich gegen die Arbeitsschutzgesetze verstoßen wird. Insgesamt 326 jugendliche Mitarbeiter seien nicht angemeldet worden und hätten allein im März im Schnitt jeweils rund 280 Stunden gearbeitet - was die gesetzlich erlaubten 196 Stunden bei Weitem überschreitet.

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Ein Sprecher von KYE Systems aus Taiwan erklärte gegenüber der Zeitung, dass der Bericht des NLC eine übertriebene Darstellung sei. Man habe zudem externe Prüfer eingeladen. Entsprechende Prüfungen hatte Microsoft in der Vergangenheit in vierteljährlichem Abstand durchführen lassen, konnte dabei aber offenbar keine Verstöße gegen seine Vorgaben feststellen.

Der Konzern lässt in den Werke von KYE Systems unter anderem Mäuse und Webcams fertigen, die er unter seiner Marke Microsoft Hardware vertreibt. Die chinesischen Behörden wollen nun weitere Ermittlungen durchführen. KYE Systems drohen nach Angaben der Regierung harte Strafen, wenn die Probleme nicht innerhalb von zwei Wochen aus der Welt geschafft werden.

Weitere Informationen: The National Labor Committee
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