iPad-Start gefährdet den Durchbruch von SSDs

SSD, RAM & Speicher Durch die Einführung von Apples iPad könnte bei portablen Computern die angelaufene Umstellung von Festplatten auf SSDs spürbar ins Stocken geraten. Davon geht man derzeit bei Festplatten-Herstellern aus, berichtete das Branchenmagazin 'DigiTimes'. Das Problem: Wird Apples neues Gerät ein Erfolg, dürften zusätzlich signifikante Mengen an Flash-Speicherchips durch den Computer-Hersteller aufgekauft werden. Dies würde zumindest dazu führen, dass die Preise nicht sinken, aber auch eine Verknappung ist durchaus möglich.

Dabei ist Apple bereits ein Schwergewicht auf dem Flash-Markt. Um seine iPhones und iPods mit Speicher ausstatten zu können, kauft der Konzern aus Cupertino derzeit etwa ein Drittel der weltweit produzierten Chips auf. Der Anteil könnte in den kommenden Monaten weiter steigen.

Der hohe Bedarf führte bereits bei der Umstellung der Flash-Produktion auf 30-Nanometer-Architekturen dazu, dass die Preise nicht wie gewohnt nach unten gingen, sondern teils sogar stiegen. Erst 2011 kann nun wohl damit gerechnet werden, dass die Kosten sinken. Immerhin soll dann die Umstellung auf 20-Nanometer-Designs erfolgen.

Bis dahin werden die Hersteller von SSDs wohl noch auf einen größeren Durchbruch warten müssen. Für den Erfolg am Massenmarkt wird es schließlich entscheidend sein, dass die Flash-basierten Speichermedien auch beim Preis mit herkömmlichen Festplatten konkurrieren können.
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