Nintendo: Schadensersatz für geleakten Super-Mario

Recht, Politik & EU Ein Mann aus dem australischen Bundesstaat Queensland muss Schadensersatz an den Spielehersteller Nintendo zahlen. Er hatte das Spiel "New Super Mario Bros" für die Wii schon vor dem Verkaufsstart in einer Tauschbörse zur Verfügung gestellt.

Wie das Unternehmen mitteilte, habe man sich außergerichtlich geeinigt. Der Beschuldigte willigte ein, umgerechnet fast eine Million Euro an die japanische Firma zu zahlen. Er umging damit eine Verurteilung wegen des Verstoßes gegen das Gesetz zum Schutz der Urheberrechte.


Eine Woche, bevor das Spiel in Australien in die Läden kam, hatte er es bereits ins Netz gestellt. Wie Nintendo ausführte, setzte man Computer-Forensiker auf das Problem an. Diesen gelang es, die Spur bis zu dem 24-Jährigen zurückzuverfolgen. Parallel setzte man ihn unter Druck, indem man eine juristische Strafverfolgung in die Wege leitete.

Der Anbieter knickte letztlich ein und erlaubte Ermittlern des Unternehmens, seine Rechner und die Accounts bei E-Mail-Anbietern und Social Networks unter die Lupe zu nehmen. Dies sollte klären, ob er zusätzlich noch aktiv für die Verbreitung des Downloads gesorgt hatte.

Angesichts der Einigung stellte das zuständige Gericht das Verfahren ein. Es machte allerdings die Auflage, dass der Beschuldigte auch die bis dahin bei Nintendo aufgelaufenen Verfahrenskosten in Höhe von rund 63.000 Euro begleichen muss.
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Autsch! Das wird Teuer. Naja er ist immerhin selber Schuld! :D
 
@Shellshokk: Ja, ich schätze so fast eine Million Euro plus 63k für Verfahrenskosten. Also entweder ganz knappe Million Euro, eine Million Euro oder paar Zerquetschte über eine Million Euro. ^^ Ich glaube aber, er hat die Kohle, sonst würde er sich kaum so schnell geschlagen geben bei dieser Summe.
 
@NewsLeser: Könnte sein, aber warum sollte jemand, der so reich ist (da er einfach mal so auf 1Mio+63k verzichten kann), sowas machen? Vermutlich pure Langeweile ^^
 
Ist das Leben erstmal ruiniert.... so lebt es sich ganz ungeniert. Aber ich glaube hier ist derjenige ganz schön am Arsch, außer Mama + Papa retten ihm den Hintern. Die Frage ist eher: Woher hat er eine Woche vorher die Kopie des Spiels. Schade das sowas fast nie berichtet wird. Hat er selber nur aus dem Netz? Hat er es aus einem Presswerk mitgehen lassen? Andere duiose Quellen? Das würde mich als Hersteller,indem Fall Nintendo, viel mehr interessieren wo und wie das Leck zustande gekommen ist, als den Schadensersatz.
 
@Schnubbie: An einen kleinen Fisch kommt man aber leichter ran als an eine gut organisierte Gruppe, die ganz gezielt solche Leaks veröffentlicht. Also warum sich Mühe machen, wenn man mit ein klein wenig Druck schon eine Million erhält? Aber stimmt schon - diese "Forensiker" hätten leicht herausfinden können, woher er das Spiel hatte... glaube kaum dass es eine Übergabe auf einem Fischkutter außerhalb der Hoheitsgewässer war.


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