Bundeswehr: Tausendmal besser als Killerspiele

Wirtschaft & Firmen Der Besuch einer Schulklasse bei der Bundeswehr sorgt derzeit in Schleswig-Holstein für Verstimmung bei den Eltern. Dort hatte ein Oberstabsfeldwebel einen Schießsimulator angepriesen. Dieser sei tausendmal besser als jedes Spiel auf der Playstation, berichtete er den Schülern einer achten Klasse. "Wir versuchen unsere Kinder von Ballerspielen fernzuhalten - und dann passiert in der Kaserne so was", empörten sich daraufhin Eltern laut einem Bericht der 'Lübecker Nachrichten'.

Der 370.000 Euro teure Schießsimulator dient der Ausbildung von Soldaten für Einsätze in der Realität. Dabei kommen elektronische Waffen zum Einsatz, mit denen möglichst realitätsnahe Kampf-Szenarien durchgespielt werden.

Der Vorfall sorgte inzwischen sogar für Stellungnahmen verschiedener Landtagsparteien aus Schleswig-Holstein. "Ich halte es für pädagogisch nicht vertretbar, wenn Heranwachsenden ein solcher Schießsimulator vorgeführt wird. Für die Zukunft sollten solche Vorführungen für Minderjährige unterbleiben", zitiert die Zeitung beispielsweise den designierten FDP-Bildungsminister Ekkehard Klug.

Seitens der Bundeswehr hieß es, man bedaure den Vorfall. Die Formulierungen seien missverständlich gewesen, was offenbar an mangelndem Kommunikations-Geschick gelegen habe. Man wolle klarstellen, dass es bei dem Simulator keineswegs wie bei Konsolenspielen um Spaß gehe.
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