
Betriebssysteme sind von Natur aus unsicher und werden es auch in Zukunft sein. Das sagte Eugene Kaspersky, Chef des gleichnamigen russischen Security-Unternehmens, gestern in Sydney.
Es sei die Bestimmung jedes Betriebssystems, auch ungeprüfte Anwendungen auszuführen. Daher könne es keinen umfassenden Schutz geben. "Die Wahrheit ist, dass die meisten Systeme - Windows, Linux und Mac - durch ihr Design unsicher sind", so Kaspersky.
Es sei beispielsweise eine Legende, dass es keine Viren für Macs gebe, fuhr er fort. "Wenn Cyberkriminelle in der Zukunft mehr Aufmerksamkeit auf Macs richten, werden deren Nutzer sehr beschäftigt sein", prognostizierte Kaspersky.
Ein wirklich sicheres Betriebssystem müsste die Ausführung jeder Applikation verweigern, die nicht durch eine vertrauenswürdige Quelle geprüft und zertifiziert wurde. Das ist in der Praxis aber nicht durchführbar. Die Verfügbarkeit nutzbarer Programme würde damit verzögert und deren Zahl deutlich reduziert. Dies wäre im Konkurrenzkampf der Tod.
"Wenn man aber ungeprüfte Anwendungen laufen lassen kann, können dies auch schädliche Programme sein", so der Sicherheitsexperte. Deshalb sei es sinnvoll, flexible, aber unsichere Betriebssysteme zu haben, und diese mit entsprechenden Schutzmechanismen auszustatten, die Anwendungen auf verschiedenen Ebenen kontrollieren.
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