Nach OOXML-Beschluss: IBM prüft Rückzug aus ISO
Trotz der Bedenken mehrerer Mitgliedsländer hatte die ISO entschieden, das neue Office-Format von Microsoft im Schnellverfahren als Standard anzuerkennen. Bereits im Vorfeld war es zu Unregelmäßigkeiten gekommen. So hatte Microsoft in einigen Ländern darauf hingewirkt, die gewünschten Mehrheitsverhältnisse in nationalen Verbänden herzustellen und so letztlich auch den ISO-Beschluss zu beeinflussen.
IBM kündigte nun an, zukünftig stärker transparente Standardisierungsprozesse zu fördern. Dafür wolle man mit entsprechenden Organisationen zusammenarbeiten und sich gegenüber Regierungen für eine solche Politik einsetzen. Die Beteiligung an Gremien, in denen die Entscheidungsprozesse nicht offen genug geführt werden, soll eingestellt werden.
In Zusammenarbeit mit der Open Source-Community wolle IBM außerdem Vorschläge für den Umgang mit Urheberrechten bei standardisierten Technologien erarbeiten. So soll sichergestellt werden, dass diese später möglichst problemlos von allen implementiert werden können.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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