Nvidia meldet Materialfehler bei Notebook-Grafikchips

Notebook Der Grafikchiphersteller Nvidia hat seinen Aktionären mitgeteilt, dass man aufgrund von Absatzrückgängen, Verspätungen bei der Einführung eines neuen Produkts und wegen Fehlern bei bestimmten Chips für Notebooks nicht ihre Erwartungen erfüllen können wird. Das eigentlich brisante daran ist, dass das Unternehmen damit einen oder mehrere schwer wiegende Fehler in Grafikprozessoren und Multimedia-Chipsätzen (MCP) für Notebooks eingestanden hat. Es soll sich um eine ältere Generation von Laptop-GPUs und -MCPs handeln, die mit bestimmten Materialien gefertigt wurden.

Dadurch soll es nun zu einer erhöhten Ausfallrate kommen, die eine "signifikante Anzahl" von Notebooks betrifft. Bisher sei es nicht gelungen, der Ursache auf den Grund zu gehen, doch bei Tests habe sich heraus gestellt, dass wohl eine Kombination aus "schwachem Die-/Package-Material", mangelhafte Kühlkonzepte und die Art, wie der jeweilige Laptop benutzt wird, zu dem Problem beitragen.

Nvidia will nach eigener Aussage keine Angaben darüber machen, welche Chips und Chipsätze betroffen sind, wohl um seine Hardware-Partner zu schützen, die die GPUs und MCPs des Unternehmens in ihren Produkten verbauen. Einer Sprecherin zufolge ist das Problem leicht erklärt: die Chips halten die Hitze in manchen Notebooks einfach nicht aus.

Der Grafikchiphersteller will die Hersteller bei Reparatur oder Austausch von Notebooks helfen, bei denen das Problem auftritt. Die Kunden dürften von alledem nur wenig mitbekommen. Es gebe keine anderen Produkte von Nvidia, die eine erhöhte Fehlerrate aufweisen, hieß es weiter. Dennoch würden derzeit ausführliche Tests und Untersuchungen durchgeführt.

Nvidia will zunächst einen neuen Treiber veröffentlichen, der dafür sorgt, dass die Lüfter der betroffenen Notebooks bei niedrigeren Temperaturen anspringen, um die Beschädigung der defekten Chips zu verhindern. Ob dieser dann bei allen Notebooks die Lüfter häufiger laufen lässt, oder nur bei denen mit fehlerhaften Chips, ist nicht bekannt.

Der Hersteller muss nun 150 bis 200 Millionen US-Dollar aufbringen, um die Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen.
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