Windows bald durch Werbefinanzierung kostenlos?

Microsoft Wie CNet berichtet, überdenkt man bei Microsoft seit geraumer Zeit die Möglichkeit auch Software für den Desktop-PC über Werbung zu finanzieren und dadurch kostenlos anzubieten. Der Branchendienst zitiert dies aus internen Unterlagen des Software-Konzerns. Bisher gibt es keine konkreten Planungen, dennoch erforschen führende Microsoft Mitarbeiter offenbar, ob es sinnvoll ist werbefinanzierte Versionen von Programmen wie Works, Money oder sogar Windows anzubieten. Microsoft hat die Echtheit der Unterlagen bestätigt, charakterisiert das Ganze jedoch als "Brainstorming-Übung", bei der es darum ginge, die verschiedenen Möglichkeiten den Kunden Software anzubieten zu ergründen.

Seit geraumer Zeit verfolgt man bei Microsoft die Aktionen der Konkurrenz von Firmen wie Google. Um gegen Google zu bestehen will Microsoft in der kommenden Zeit sein Engagement im Online-Werbemarkt stark ausbauen. Durch die Einführung von Werbung in MS-Software könnte die Firma den Wettbewerb vom Netz auf den Computer der Anwender verlegen, wo sie ihre Vorteile als Software-Anbieter besser nutzen könnte.

In dem von CNet zitierten Papier wird unter anderem erforscht, welche Programme aus dem aktuellen Produktportfolio besonders interessant für eine Finanzierung über Werbung sind. Zu den Faktoren für eine Eignung zählt vor allem die Häufigkeit der Online-Nutzung der Software. Hinzu kommen die Fragen, ob die Software eine ausreichende Anzahl von Schlüsselwörtern für zielgruppengenaue Werbung enthält und ob es möglicherweise Konkurrenzprodukte geben wird, die ebenfalls über Werbung finanziert werden.

Zu den grössten Problemen, die bei der Integration von Werbung in Windows auftreten würden, zählen vor allem Fragen, wie man die Werbung sinnvoll einbaut, so dass sie immer noch die Aufmerksamkeit des Nutzers erregt, dabei aber nicht störend wirkt. Bisher sei das Betriebssystem nicht für den Einsatz von Werbung in der Oberfläche konzipiert. Ein Ansatz wäre nach Meinung der Verfasser des internen Dokuments, eine "Low-End-Version" des Betriebssystem, die in einem Paket mit anderer Software ausgeliefert wird, die über Werbung finanziert wird. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass man auch erforschen müsse, wie man verhindern kann, dass die Werbeelemente ersetzt werden.

Im Zentrum sämtlicher Überlegungen steht Microsofts "AdCenter", ein Programm, das ähnlich Google Adwords für die Auslieferung von zielgruppengenauer Werbung mit Hilfe von Schlüsselwörtern verantwortlich sein soll. Dies soll jedoch nur die Grundfunktion sein. Mit der Zeit soll das System auch alle möglichen anderen Arten von Werbung ausliefern.

Sollte das Papier jemals umgesetzt werden, könnte es eine Reihe von Hürden zu überwinden geben. Vor allem ist fraglich, wie der einzelne Anwender auf Werbung in seiner Arbeitsumgebung reagiert. Auch die europäischen Regulierungsbehörden könnten den Planungen im Wege stehen.
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