Facebook will seine Nutzer nicht mehr so lange auf der Seite haben

Facebook, Datenschutz, Social Network, soziales Netzwerk, Social Media, Facebook Datenschutz Bildquelle: Gerd Altmann/CC0
Facebook will seine eigenen Nutzer demnächst dazu anhalten, weniger Zeit auf der Plattform zu verbringen. Das klingt im ersten Moment absurd - soll längerfristig aber dazu führen, dass die User am Ende länger dabei sind. Die Investition in die Zukunft tätigt der Konzern also mit der aktuellen Aufenthaltsdauer der User. Dem Unternehmen dürfte klar geworden sein, dass es letztendlich auch kontraproduktiv sein kann, wenn sich einzelne Nutzer völlig auf dem Social Network verlieren. Gleiches gilt auch für die Anwender, die den Dienst der Tochter Instagram bevorzugen. Im schlimmsten Fall haben diese den Service irgendwann von selbst über oder müssen im Rahmen einer Sucht-Therapie entwöhnt werden.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, will Facebook demnächst Tools anbieten, mit denen die Anwender eine realistische Einschätzung ihrer Nutzungszeiten bekommen und sich auch selbst Beschränkungen auferlegen können. Die meisten User dürften immerhin der Ansicht sein, dass sie nur sporadisch mal kurz nachsehen, was die Kontakte in der letzten Zeit gepostet haben. Neue Statistik-Tools sollen hier einen Überblick geben, wie viel Zeit der Anwender im Laufe der letzten Tage tatsächlich auf der Plattform verbracht hat.
Facebooks NutzungsmonitorFacebooks neue... Facebooks Nutzungsmonitor...Zeitoptionen.

Schweig still!

Weiterhin wird hier die Möglichkeit geboten, Anreize zu unterbinden, ohne generell alle Mitteilungen abzuschalten. So wird der Nutzer beispielsweise die Möglichkeit bekommen, Push-Nachrichten für einen definierten Zeitraum vollständig zu unterdrücken, damit man beispielsweise beim Lernen oder während eines wichtigen Projektabschlusses nicht verleitet wird, etwa kurz einen Kommentar zu lesen und nachher plötzlich eine Stunde durch die Timeline gescrollt hat.

Des weiteren wird es möglich sein, die Nutzungszeiten pro Tag einzuschränken. Nicht, dass die App dann nicht mehr funktionieren würde - aber zumindest bekommt man einen Hinweis eingeblendet, wenn man beispielsweise schon eine Stunde des Tages auf Facebook verplempert hat. So kann man zumindest bewusster entscheiden, ob es nicht doch sinnvolleres zu tun gibt. Die gleichen Funktionen will Facebook auch auf Instagram anbieten. Wie das Unternehmen mitteilte, befinden sich die Features aber noch in Entwicklung und es ist nicht endgültig klar, wann sie final bereitgestellt werden. Facebook, Datenschutz, Social Network, soziales Netzwerk, Social Media, Facebook Datenschutz Facebook, Datenschutz, Social Network, soziales Netzwerk, Social Media, Facebook Datenschutz Gerd Altmann/CC0
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