E-Mail-Erpresser machen mit gestohlenen Passwörtern zahlungswillig
Der Sicherheitsexperte Brian Krebs berichtet über eine neue Betrugsmasche namens "Sextortion". Dabei erhalten Nutzer Erpresser-E-Mails mit der Aufforderung eine Bitcoin-Zahlung zu tätigen, andernfalls werde man kompromittierende Bilder von dem Nutzer veröffentlichen.
Infografik: Unternehmen Computer-Kriminalität
Wer die Veröffentlichung verhindern will, müsse jetzt schnell handeln und innerhalb von 24 Stunden Geld überweisen. Als kleines i-Tüpfelchen und um der Drohung noch etwas Nachhall zu verleihen, versenden die Unbekannten mit der E-Mail ein Passwort des Nutzers. Interessanterweise erweist sich das mitgeschickte Passwort als richtig.
In der Vergangenheit wurden etliche große Plattformen gehackt und deren Kundendaten später verkauft. Diese Daten könnten die Sextortion-Betrüger im Darknet gekauft haben, um nun einen glaubwürdigen Schwindel durchzuziehen.
Dadurch, dass die Nutzer ihre Passwörter erkennen, kommt natürlich ein hoher Druck auf die Zahlung zu tätigen, wenn man nicht bloßgestellt werden will.
Siehe auch:
Infografik: Unternehmen Computer-Kriminalität
Klassischer Scam
Eigentlich ist dieser Fall ein klassischer Scam, bei dem die Betrüger mehr vorgeben, als eigentlich dahintersteckt. In der E-Mail heißt es, der Nutzer habe sich einen Trojaner eingefangen und dieser übermittle nun sensible Nutzerdaten. So sei man dann auch an den Browserverlauf gekommen, schreiben die Betrüger. Zudem habe man Zugriff auf die Webcam und konnte so Fotos und Videos des Nutzers beim Besuch einer erotischen Webseite machen.Wer die Veröffentlichung verhindern will, müsse jetzt schnell handeln und innerhalb von 24 Stunden Geld überweisen. Als kleines i-Tüpfelchen und um der Drohung noch etwas Nachhall zu verleihen, versenden die Unbekannten mit der E-Mail ein Passwort des Nutzers. Interessanterweise erweist sich das mitgeschickte Passwort als richtig.
Daten stammen aus Hackerangriff
Wie nun Sicherheitsexperte Brian Krebs berichtet, ist die Hintergrundgeschichte dieses Scams komplett erfunden. Es gibt keinen Trojaner, der den E-Mail-Versendern Zugriff auf Daten oder Bilder des Nutzers verliehen hat. Stattdessen glaubt Krebs, dass die verwendeten E-Mails mit den Passwörtern aus einem älteren Datendiebstahl herrühren.In der Vergangenheit wurden etliche große Plattformen gehackt und deren Kundendaten später verkauft. Diese Daten könnten die Sextortion-Betrüger im Darknet gekauft haben, um nun einen glaubwürdigen Schwindel durchzuziehen.
Dadurch, dass die Nutzer ihre Passwörter erkennen, kommt natürlich ein hoher Druck auf die Zahlung zu tätigen, wenn man nicht bloßgestellt werden will.
Siehe auch:
- Bundesnetzagentur geht gegen Betrug mit Pop-up-Fehlermeldungen vor
- Rückruf-Falle: Bundesnetzagentur warnt vor alter "Ping"-Betrugsmasche
- Polizei warnt bundesweit vor Betrug durch angeblichen Microsoftsupport
- Support-Betrug: Polizei verhaftet falsche Microsoft-Mitarbeiter
- LKA warnt vor Trickbetrug mit Microsoft-Support
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