Ein letzter Versuch? - ZTE schmeißt das ganze Top-Management raus
Beim chinesischen Telekommunikationsausrüster ZTE versucht man derzeit alles, um aus den von den USA verhängten Handelssanktionen wieder herauszukommen. Nach verschiedenen anderen Maßnahmen wurde nun auch das komplette Top-Management entlassen. Dem ging auch schon der Austausch des kompletten Aufsichtsrates zuvor.
Neben dem Konzernchef mussten auch die Verantwortlichen für Technik und Finanzen sowie zahlreiche Leute aus der zweiten Reihe ihre Büros räumen. Zumindest für die Leitung des Unternehmens konnte bereite ein Ersatz benannt werden. Diese Rolle übernimmt nach Angaben des Unternehmens nun Xu Ziyang, der hierzulande nicht ganz unbekannt ist, weil er seit mehreren Jahren das Deutschland-Geschäft ZTEs leitet.
Hintergrund der ganzen Sache waren Vorwürfe, wonach ZTE gegen US-Sanktionen gegen den Iran und Nordkorea verstoßen habe - und dies innerhalb einer Bewährungssituation zum wiederholten Male. Daraufhin wurde es aus Washington allen US-Unternehmen untersagt, mit dem chinesischen Konzern Geschäftsbeziehungen zu unterhalten. Da ZTE so weder Qualcomm-Chips noch Android-Services beziehen oder die wichtigen US-Kunden beliefern konnte, hätte das letztlich mit hoher Wahrscheinlichkeit das Aus des Konzerns bedeutet.
Der komplette Austausch des Managements sorgt nun aber dafür, dass auch alle Verantwortlichen aus der Zeit entlassen wurden, in denen die beanstandeten Vorgänge liefen. Der neue Chef ist zwar auch schon länger Mitglied des oberen Managements, ist aber aufgrund seiner bisherigen Aufgaben wohl frei von jedem Verdacht, in die fragwürdigen Geschäfte verwickelt gewesen zu sein.
Hintergrund der ganzen Sache waren Vorwürfe, wonach ZTE gegen US-Sanktionen gegen den Iran und Nordkorea verstoßen habe - und dies innerhalb einer Bewährungssituation zum wiederholten Male. Daraufhin wurde es aus Washington allen US-Unternehmen untersagt, mit dem chinesischen Konzern Geschäftsbeziehungen zu unterhalten. Da ZTE so weder Qualcomm-Chips noch Android-Services beziehen oder die wichtigen US-Kunden beliefern konnte, hätte das letztlich mit hoher Wahrscheinlichkeit das Aus des Konzerns bedeutet.
Zugeständnisse reichen nicht
Zwar gab es nach hohen Strafzahlungen leichte Zugeständnisse, diese gaben ZTE aber nur etwas Raum, um zumindest bei kommenden Verhandlungen nicht mittendrin zu kollabieren. Insbesondere durften wieder Wartungsarbeiten bei Kunden durchgeführt und Sicherheits-Updates ausgeliefert werden.Der komplette Austausch des Managements sorgt nun aber dafür, dass auch alle Verantwortlichen aus der Zeit entlassen wurden, in denen die beanstandeten Vorgänge liefen. Der neue Chef ist zwar auch schon länger Mitglied des oberen Managements, ist aber aufgrund seiner bisherigen Aufgaben wohl frei von jedem Verdacht, in die fragwürdigen Geschäfte verwickelt gewesen zu sein.
ZTE-Konflikt - es geht Hin und Her:
- USA lockert Sanktionen gegen ZTE - zunächst bis zum 1. August
- Trumps Kehrtwende von der Kehrtwende: ZTE-Deal mit China erzielt
- ZTE-Konflikt vor Lösung: US-Bauern dürfen frei nach China verkaufen
- Trump nimmt ZTE-Zusagen schon wieder zurück - komplette Kehrtwende
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