Gaming-Abhängigkeit landet auf der offiziellen Suchtliste der WHO

Gaming, Spiele, E3 Bildquelle: Public Domain
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Abhängigkeit von der Nutzung von Videospielen offiziell in ihre sogenannte Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) aufgenommen. Damit gilt sie nun offiziell als anerkannte Suchtkrankheit. Die WHO hat jüngst die finale Version der sogenannten ICD-11 veröffentlicht und dabei die Spielesucht nach einer ersten Erwähnung in dem im Dezember 2017 vorgelegten Entwurf für die 11. Ausgabe der Internationalen Klassifikation der Krankheiten auch in die endgültige Ausgabe übernommen.

Das Dokument wird weltweit als Grundlage für die Einordnung und Definition von Krankheiten durch Gesundheitsbehörden, Ärzte und andere Mediziner verwendet. Sie gilt als annerkanntestes Richtwerk für Behörden und Regierungen, aber auch für Versicherungen und andere Organisationen.

Beschreibung eines typischen Spielesüchtigen

Die sogenannte "Gaming Disorder" wird neben Spielsucht und anderen Abnormalitäten geführt, die durch Suchtverhalten verursacht werden. Charakteristisch ist der WHO zufolge ein dauerhaftes oder wiederkehrendes Verhalten der Spielenutzung in Form von Problemen bei der Kontrolle über Häufigkeit und Dauer sowie steigende Priorisierung vor anderen Lebensinteressen und täglichen Aktivitäten.

Als tatsächliche Erkrankung gilt die Sucht nach Videospielen, wenn sie negativen Einfluss auf Familie, Soziale Beziehungen, Schule oder andere wichtige Teile des Lebens einer Person hat, wobei sich dies normalerweise im Lauf eines Jahres äußert, aber auch schneller auftreten kann. Eine Unterscheidung zwischen Online- und Offline-Gaming findet in diesem Zusammenhang nicht statt.

Die Einstufung der übermäßigen Nutzung von Videospielen als Suchtkrankheit ist durchaus umstritten. Bereits nach der Veröffentlichung des ersten Entwurfs der ICD-11 hatte die US-Vereinigung der Hersteller von Unterhaltungssoftware protestiert, weil man durch die Entscheidung der WHO eine Trivialisierung echter Probleme aus dem Bereich der geistigen Gesundheit sah. Auch einige Sozialwissenschaftler und Psychologen sehen das Thema kritisch und argumentieren deshalb gegen eine Aufnahme der Abhängigkeit von Videospielen in den Krankheitskatalog der WHO. Gaming, Spiele, E3 Gaming, Spiele, E3 Public Domain
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