Stromtankstellen-Ladekarten:
Höchst unsicher und leicht zu klonen
Die Ladekarten für E-Tankstellen sind offenbar sehr leicht manipulierbar. Ein Sicherheitsexperte des Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) in Kaiserslautern hat einen Weg gefunden, wie man damit einfach auf fremde Kosten Strom tanken kann.
Der Sicherheitsexperte Mathias Dalheimer hat sich die von den Stromtankstellen ausgegebenen Karten mit NFC-Speicherchip genauer angesehen und eine gravierende Sicherheitslücke festgestellt. Die Karten trügen weder eine digitale Signatur noch andere personenbezogene Merkmale, um sie einem Kunden eindeutig zuordnen zu können, so Dalheimer.
Unterscheiden würden sich die Karten lediglich durch eine simple Seriennummer. Sie könnten daher leicht geklont werden, um auf fremde Kosten Strom zu tanken. Die dafür nötigen Karten könnten für sehr geringe Kosten im Internet bestellt werden und für Hacker sei es kein Problem, diese zu duplizieren. "Das ist so, als könnte ich mit der Fotokopie einer EC-Karte im Supermarkt einkaufen", sagte Dalheimer der Deutschen Presse-Agentur.
Dalheimer sieht dies weniger entspannt und will seine Erkenntnisse auf dem 34. Chaos Communication Congress des Chaos Computer Clubs nächste Woche vorstellen. Auch das für die Technik der Ladestationen verwendete Software-Protokoll OCCP habe erhebliche Sicherheitsmängel, so der Experte.
Unterscheiden würden sich die Karten lediglich durch eine simple Seriennummer. Sie könnten daher leicht geklont werden, um auf fremde Kosten Strom zu tanken. Die dafür nötigen Karten könnten für sehr geringe Kosten im Internet bestellt werden und für Hacker sei es kein Problem, diese zu duplizieren. "Das ist so, als könnte ich mit der Fotokopie einer EC-Karte im Supermarkt einkaufen", sagte Dalheimer der Deutschen Presse-Agentur.
Ladeverbundbetreiber wiegelt ab
Herausgegeben werden die Karten vom Ladeverbundbetreiber New Motion, welcher von Dalheimer über das Problem informiert wurde. Das Unternehmen bestätigte, dass die Karten klonbar seien. "Bei New Motion ist uns bisher allerdings kein einziger Fall von Kartenbetrug bekannt", kommentierte man dort die Problematik. Die Karten würden während des Ladevorgangs kontinuierlich Informationen an New Motion übertragen, was eine lückenlose Überwachung ihres Einsatzes ermögliche.Dalheimer sieht dies weniger entspannt und will seine Erkenntnisse auf dem 34. Chaos Communication Congress des Chaos Computer Clubs nächste Woche vorstellen. Auch das für die Technik der Ladestationen verwendete Software-Protokoll OCCP habe erhebliche Sicherheitsmängel, so der Experte.
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