Cloudflare: Lava-Lampen wurden für Sicherheit des Netzes reaktiviert
Für den Menschen war sie in einer Zeit ein begehrtes Schmuckelement, als vielfach mit bewusstseinsverändernden Substanzen experimentiert wurde: Die Lavalampe. Heute stehen viele dieser bunt wabernden Leuchten beim Sicherheits-Unternehmen Cloudflare und haben dort eine neue Bestimmung gefunden.
Eine der Grundlagen der Geschäftstätigkeit Cloudflares sind Verschlüsselungen - denn neben dem bekannten DDoS-Schutz gehört die Firma auch zu einem der größeren Anbieter von SSL-Verbindungen und sonstigen Verschlüsselungen. Und hier spielen die Lavalampen eine entscheidende Rolle, wie der YouTuber Tom Scott kürzlich bei einem Besuch bei dem Unternehmen in Erfahrung brachte.
Denn ein Kernproblem bei vielen kryptographischen Verfahren besteht darin, dass zur Generierung sicherer Schlüssel Zufallszahlen benötigt werden. Einen echten Zufallsgenerator im Computer gibt es aber quasi nicht - diese simulieren entsprechende Ereignisse nur über komplizierte Algorithmen. Immer wieder scheiterten daher in der Vergangenheit Krypto-Verfahren, weil Angreifer die Funktionsweise des Zufallsgenerators entschlüsselten.
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Kameras zeichnen stetig die sich immer wieder verändernden Muster der flüssigen Wachstropfen in der bunten Flüssigkeit im Lampenkörper auf. Aus diesen werden dann die Zufallswerte generiert, die von den Krypto-Algorithmen im Cloudflare-Netzwerk in großen Mengen benötigt werden. Und da wirklich viele Zufallszahlen benötigt werden, betreibt Cloudflare eine ganze Batterie von Lavalampen - die dem Sitz des Unternehmens in San Francisco so dann durchaus noch ein hübsches Designelement zur Verfügung stellen.
Denn ein Kernproblem bei vielen kryptographischen Verfahren besteht darin, dass zur Generierung sicherer Schlüssel Zufallszahlen benötigt werden. Einen echten Zufallsgenerator im Computer gibt es aber quasi nicht - diese simulieren entsprechende Ereignisse nur über komplizierte Algorithmen. Immer wieder scheiterten daher in der Vergangenheit Krypto-Verfahren, weil Angreifer die Funktionsweise des Zufallsgenerators entschlüsselten.
Auf YouTube ansehenZufall ist alles
Um echte Zufallswerte zu ermitteln, griffen die Anbieter von Verschlüsselungen bisher bereits auf verschiedenste Methoden zurück - viele kennen beispielsweise sicherlich die Aufzeichnungen zufälliger Mauszeiger-Bewegungen in PGP. Da Cloudflare nun aber nicht zahlreiche Leute beschäftigen kann, die den ganzen Tag eine Maus auf dem Schreibtisch umherschieben, hat man sich für Lavalampen entschieden.Kameras zeichnen stetig die sich immer wieder verändernden Muster der flüssigen Wachstropfen in der bunten Flüssigkeit im Lampenkörper auf. Aus diesen werden dann die Zufallswerte generiert, die von den Krypto-Algorithmen im Cloudflare-Netzwerk in großen Mengen benötigt werden. Und da wirklich viele Zufallszahlen benötigt werden, betreibt Cloudflare eine ganze Batterie von Lavalampen - die dem Sitz des Unternehmens in San Francisco so dann durchaus noch ein hübsches Designelement zur Verfügung stellen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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