Zurück zu Microsoft: München entscheidet über Linux-Rollback
Am morgigen Mittwoch will der Münchner Stadtrat seine endgültige Entscheidung zum Rollback vom eigenen Limux-Projekt zurück zu Windows-Software treffen. Das 2003 angekündigte und erst 2013 fertig eingeführte System steht damit vor dem definitiven Aus.
Die im Februar von der Regierungskoalition zunächst angekündigte Rückabwicklung des auf Linux-Software basierenden Projekts für die Stadtverwaltung München war nach heftiger Kritik der Opposition zunächst auf Eis gelegt worden. Ein Ausschuss hat den Vorschlag zu einer Rückkehr zu Windows seitdem intensiv geprüft und soll morgen ein endgültiges Urteil fällen. Entsprechend der Mehrheiten im von CSU und SPD angeführten Stadtrat dürfte die Entscheidung zur Rückabwicklung nur eine Formsache sein.
Laut der öffentlich verfügbaren Beschlussvorlage soll das auf Windows basierende Verwaltungssystem bis 2020 einsatzbereit sein und der Rollback von Limux auf Windows bis Ende 2022 abgeschlossen werden. Dabei soll vor allem eine Harmonisierung der Clients der stadteigenen Verwaltungssoftware durch einen kompletten Wechsel zu einer neuen Windows-Version erfolgen.
Vom einstigen Glanz des von der Open-Source-Bewegung lange Zeit als Vorzeigeprojekt gehandelten Limux-System von München ist inzwischen nicht mehr viel übrig. Dieses hat es mit über 19 Millionen Euro Kosten sogar in das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler geschafft. Ein rein auf Linux-Software ausgerichteter Betrieb war für München nur zeitweise möglich gewesen. Auch bei Serversoftware wird die Stadt künftig wohl wieder auf Microsoft-Produkte setzen.
Für verschiedene Geschäftsprozesse musste die Stadtverwaltung zusätzlich zu den Limux-Systemen auch wieder auf Windows-Software setzen. Der Parallelbetrieb von zwei Betriebssystemen hatte sich als Kostenfalle erwiesen.
Laut der öffentlich verfügbaren Beschlussvorlage soll das auf Windows basierende Verwaltungssystem bis 2020 einsatzbereit sein und der Rollback von Limux auf Windows bis Ende 2022 abgeschlossen werden. Dabei soll vor allem eine Harmonisierung der Clients der stadteigenen Verwaltungssoftware durch einen kompletten Wechsel zu einer neuen Windows-Version erfolgen.
Entscheidung zu Microsoft Office fällt später
Ob München künftig auch wieder Microsoft Office statt dem kostenlosen Libreoffice einsetzen wird, soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Der damit verbundene Kostenaufwand soll zunächst noch detailliert analysiert und vor einer Entscheidung durch externe Wirtschaftsprüfer validiert werden. Zum Thema Office soll der Stadtrat bis Ende 2018 eine Entscheidung treffen.Vom einstigen Glanz des von der Open-Source-Bewegung lange Zeit als Vorzeigeprojekt gehandelten Limux-System von München ist inzwischen nicht mehr viel übrig. Dieses hat es mit über 19 Millionen Euro Kosten sogar in das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler geschafft. Ein rein auf Linux-Software ausgerichteter Betrieb war für München nur zeitweise möglich gewesen. Auch bei Serversoftware wird die Stadt künftig wohl wieder auf Microsoft-Produkte setzen.
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