Oxi: Smartphone-Desktop für Android mit Support für Windows-Apps

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Auxens Oxi ist eine neue Lösung, mit der Smartphones nach dem Willen der Entwickler zum kompletten Ersatz für einen PC werden sollen - eigentlich sollen sie eher zum PC werden, inklusive der Möglichkeit zum Umgang mit vollwertigen Windows-Programmen. Nötig ist dafür im Grunde "nur" ein halbwegs ordentliches Smartphone, eine relativ schnelle Internetverbindung und ein Laptop-Dock bzw. ein externes Display sowie Maus und Tastatur. Mit der Einführung von Googles "Project Treble" ist der primär für Firmenkunden konzipierte Smartphone-Desktop nun zudem auf einer immer größeren Zahl von Geräten einsetzbar. Auxens OxiExcel, FileCommander & Co: Oxi holt per Remote-Desktop sämtliche Windows-Programme auf seinen Android-Desktop Die französische Firma Auxens tut mit ihrem Oxi Desktop im Grunde etwas, das auch Samsung und Huawei sowie einige andere Anbieter auch tun. Allerdings versucht das Unternehmen mehr Flexibilität zu bieten. Die Grundlage ist ein angepasstes Android-ROM, das auf verschiedenen Smartphones zum Einsatz kommt, die im Rahmen von "Project Treble" leicht mit modifierten ROMs bespielt werden können. Im Fall unserer Demo wurde ein BQ Aquaris X2 Pro verwendet, das ausdrücklich ein Mittelklasse-Gerät und kein High-End-Modell ist - die Performance war dennoch durchaus annehmbar. Mit dem Oxi Desktop kann man so schonmal die ganz normalen Android-Apps auf einem großen Bildschirm nutzen, inklusive der Möglichkeit zum Multitasking mit einer ganzen Reihe von Fenstern.

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Interessant wird es aber, wenn Oxis Cloud-Server dazukommen, denn auf diesen lässt sich per RDP-Verbindung der Zugriff auf Windows-Anwendungen realisieren. So konnten wir ohne weiteres auf die normalen x86-Versionen von Word, Excel, Photoshop, GIMP oder anderen regulären Windows-Programmen zugreifen. Der Kunde bekommt im Grunde eine Virtual-Machine zur Verfügung gestellt, auf der er anstellen kann, was er will. Die Windows-Programme laufen in Oxi jeweils in einem eigenen Fenster und können so in den regulären Umgang mit der Oberfläche eingebunden werden. Der Nutzer kann sie dabei maximieren, minimieren oder auch verschieben - ganz so wie man es von einem regulären PC gewöhnt ist.

Die einzige größere Hürde ist dabei die Internet-Verbindung, denn diese muss ausreichend schnell sein - was gerade bei der Verwendung einer mobilen Anbindung zum Flaschenhals werden kann. Dennoch zeigt Oxi eindrücklich, wie vielseitig die Android-basierten Desktops mittlerweile geworden sind, gerade wenn es darum geht, ein normales Notebook oder einen fest stehenden Desktop-PC zu ersetzen.

Oxi verlangt pro Nutzer 10 Euro im Monat für die Nutzung seiner Cloud-Services und bietet sein System bisher ausschließlich für Firmenkunden an. Das kleine französische Unternehmen will auf der CES 2019 vor allem neue Partner gewinnen, um sein Produkt bei Außendienstlern und größeren Unternehmen unterzubringen. Wer den Oxi Desktop ausprobieren will, kann über die Website von Auxens die nötigen Dateien erhalten, muss aber bedenken, dass dazu einiger Aufwand nötig ist und das System noch in der Betaphase steckt.

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Das taugt nicht. Wenn ich mir das Lapdock ansehe, da kann ich dann auch gleich mein Notebook mitnehmen, da muss ich nicht in die Cloud. Firmen werden sich darauf wohl auch nicht einlassen, da es sich nicht ins eigene Active Directory integrieren lässt und damit nicht von der Firmen-IT kontrollierbar ist.
 
@1ST1: Hi 1st1. Just for your full information, the integration of Windows applications into OXI goes through the installation of a gateway in the IT of the company, connected to its directory (AD or LDAP). The company can manage it.
Laurent, OXIman
 
Es ist eben eine nette Spielerei, mehr aber auch nicht. :)
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