Sony vs. Viltrox: Zwei lichtstarke 16mm-Weitwinkel im Vergleich

Gleiche Brennweite, gleiche Lichtstärke - doch das Sony FE 16 mm f/1.8 G und das Viltrox 16mm F1.8 STM unterscheiden sich im Preis und in einigen technischen Aspekten erheblich. Die Kollegen von ValueTech TV zeigen im Vergleich, worauf man beim Kauf achten sollte.

Das Sony-Objektiv kostet etwa 999 Euro, während das Viltrox mit knapp unter 500 Euro deutlich günstiger ist. Beide Objektive sind für Vollformatkameras geeignet und bieten eine hohe Lichtstärke, was sie besonders für Astrofotografie und in anderen lichtschwachen Umgebungen attraktiv macht. Sony FE 16 mm f/1.8 G vs. Viltrox 16mm F1.8 STM Ein erster Blick auf die beiden Objektive zeigt deutliche Unterschiede in Größe und Gewicht. Das Sony wiegt 304 Gramm, während das Viltrox mit 550 Gramm schwerer ist. Diese Gewichtsdifferenz ist nicht nur auf die Größe zurückzuführen, sondern auch auf die verwendeten Materialien. Das Sony ist aus Kunststoff gefertigt, während das Viltrox ein Metallgehäuse hat, was für eine robustere Verarbeitung spricht.

Beide Objektive verfügen über einen Blendenring mit Klickrasterung. Das Sony bietet zusätzlich die Möglichkeit, den Klick ein- und auszuschalten, was für einige Fotografen von Vorteil sein kann. Beide Modelle haben einen FN-Schalter, den man in der Kamera mit einer Funktion belegen kann, sowie einen Autofokus- und einen manuellen Fokusumschalter. Sony FE 16 mm f/1.8 G vs. Viltrox 16mm F1.8 STM Das Viltrox bietet einige spezielle Funktionen, die es von anderen Objektiven abheben. Dazu zählt ein Display auf der Oberseite, das Informationen wie die Fokusdistanz anzeigt. Diese Funktion ist besonders nützlich für Fotografen, die manuell fokussieren möchten. Zudem verfügt das Viltrox über zwei FN-Schalter, mit denen sich Fokuspunkte programmieren lassen. Dies ist insbesondere in der Astrofotografie von Bedeutung, da man die Fokuspunkte schnell wechseln kann, ohne viel Zeit zu verlieren.

Sony macht bessere Bilder

Die Bildqualität wurde an der Sony Alpha 7R IV getestet, einer Kamera mit 60 Megapixeln. In den Bildzentren zeigte sich, dass das Viltrox bei Offenblende f/1.8 etwas schärfer war. Das Sony hat jedoch einen höheren Mikrokontrast, was in vielen Fällen die Bildqualität verbessert. Besonders in den Bildrändern und Ecken schneidet das Sony deutlich besser ab. Bei Offenblende sind chromatische Aberrationen beim Sony geringer und die Bildschärfe höher.

Beide Objektive zeigen bei Blende f/2.8 bis f/4 eine ähnliche Leistung, jedoch ist das Sony für Astrofotografie, bei der die Schärfe in den Ecken entscheidend ist, die bessere Wahl. Die Naheinstellgrenze beträgt beim Sony 13 Zentimeter, während das Viltrox bei 27 Zentimetern liegt, was eine kreativere Nutzung des Sony-Objektivs ermöglicht. Sony FE 16 mm f/1.8 G vs. Viltrox 16mm F1.8 STM Im Test wurde der Autofokus beider Objektive untersucht. Das Sony-Objektiv kann schnell und präzise fokussieren, was bei Weitwinkelaufnahmen wichtig ist. Das Viltrox verfügt über einen Schrittmotor (STM), der eine ähnliche Leistung bietet. Beide Objektive sind nicht stabilisiert, was bedeutet, dass die Stabilisierung über den Kamerasensor erfolgen muss. In der Praxis funktioniert dies jedoch gut, insbesondere bei der Sony Alpha 7R IV, die eine hervorragende Sensorstabilisierung aufweist.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Sony-Objektiv in vielen Bereichen überlegen ist, insbesondere in der Bildqualität und der Verarbeitung. Es ist jedoch auch fast doppelt so teuer wie das Viltrox. Für Fotografen, die gelegentlich Astrofotografie betreiben und nicht bereit sind, den vollen Preis für das Sony zu zahlen, ist das Viltrox eine hervorragende Alternative. Es bietet eine gute Bildqualität und nützliche Funktionen, die es zu einer soliden Wahl machen. Wer jedoch regelmäßig in der Astrofotografie arbeitet oder die bestmögliche Bildqualität in allen Bereichen benötigt, sollte in das Sony-Objektiv investieren.

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