NIO Power Swap Station im Praxistest: Voller Auto-Akku in 5 Minuten

Der chinesische Autobauer NIO hat an der A8 in Zusmarshausen seine erste Akku-Wechselstation für Elektrofahrzeuge in Betrieb genommen. Der Tausch eines Akkus dauert lediglich fünf Minuten, bis zu 312 Wechsel sollen an einem Tag möglich sein. Bereits im nächsten Jahr soll es über 100 der Stationen in ganz Deutschland geben, bis 2025 sogar rund 1000. Unser Kollege Johannes Knapp hat die Station in Zusmarshausen ausprobiert.

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Ich check nicht warum das so lange keiner fertig entwickelt hat. Das ist doch der offensichtlich beste Weg ein rein batteriebetriebenes Fahrzeug so verbraucherfreundlich wie einen Verbrenner zu machen. VW mit all seinen Marken würde hart profitieren wenn die einfach einen Batteriestandard einführen würden und man überall die Wechselakkus zur Verfügung stellt, die Technologie dann an andere Hersteller per Lizenzen weiterverkaufen und der Lachs läuft. Elektrostapler funktionieren seit Jahrzehnten auf diese Weise. Kein Wunder, dass immer wieder gesagt wird, dass China dem Standort Deutschland im automotiven Sektor den Rang ablaufen wird.
 
@habitat: Es gibt im deutschen Automobilbau nur noch 2 innovative Bereiche:
1. Innovativ vom Staat Geld erpressen, um die eigenen Aktionäre gut bezahlen zu können.
2. Innovative Technik entwickeln, die die Umweltauflagen geschickt umschifft.
 
Meiner Meinung nach die einzig vernünftige Option in Sachen Elektromobilität. Würde wohl so ziemlich alle Bedenken erschlagen, welche gegen E-Autos sprechen.
-> je nach aktuellem Bedarf könnte man einen großen oder einen kleinen Akku auswählen und wäre so effizienter unterwegs (da leichter)
-> keine Frage mehr zum Akku-Verschleiß, da verschlissene Akkus einfach in der Ladestation aussortiert werden könnten
-> Akkus können zentral mit Hilfe von PV geladen werden
-> und man ist in wenigen Minuten wieder fahrbereit
 
und was soll so ein wechsel kosten ?
ich hoffe doch weniger als eine akku ladung,sonst lohnt sich das schon wieder nicht mehr.
 
@DerZero: Warum weniger? Mit dem System hast du auch kein problem mehr mit "schlechter" werdemden akku oder sonstiges :) das it auf 10-20 Jahre gesehen einfach genial
 
Das System wird sich für den privaten PKW niemals durchsetzen:

- soweit ich das bei Björn Nyland in Norwegen gesehen habe, ist pro Station ein Mitarbeiter zur Einweisung vor Ort.... klingt für mich unheimlich teuer wenn kaum einer kommt

- wieviele Wechselvorgänge hält die Mechanik aus? Da werden ja schließlich Schrauben in Gewinden rein und rausgedreht

- warum sollte irgendjemand schonend mit seinen Akkus umgehen wenn sie doch immer schnell weggetauscht werden können wenn mal was ist?

- das Konzept kann nur mit "Miet-Akkus" funktionieren weil man sonst immer so oft tauschen würde bis man den besten Akku hat. Das Konzept Miet-Akkus haben die Franzosen schon vor Jahren versucht und sind damit gescheitert, ich will ein Fahrzeug ganz besitzen und nicht in Teilen mieten

- das Konzept funktioniert nicht markenübergreifend, es gibt keinen Standard. Eine CCS Ladesäule funktioniert mit allen gängigen Automarken

- aus dem Werbe Prospekt 5 Minuten wurden in Norwegen in der Praxis 10-12. Ein Aktuelles E-Auto braucht heute schon nur noch 20-25 Minuten um von 10 auf 80% zu kommen. In 3-4 Jahren werden es 15-20 Minuten sein, das Konzept ist also schon alt bevor es marktreif ist.

- wer wenig fährt, der braucht keine Wechselakkus. Wer weit fährt, muss spätestens nach 600-700km sowieso Zwangspausen zum pinkeln, essen oder trinken machen. Die Zeit reicht heute schon um den Akku konventionell wieder hochzuladen

Naja, das schöne am Internet ist, es vergisst nie. In 10 Jahren guckt man sich diese Artikel an und lacht drüber. Hier meine Nostradamus Aussage: Es setzt sich nicht in Deutschland durch.
 
@Frankenheimer: Zwangspause? Ehm ne bin keine 70+ meine blase schafft auch den 70L Tank leer zu fahren und dann kurz tanken pissen und weiter. Das einer da steht is ja nur weil es neu ist, wenn es standardisiert ist wird es wie bei Tankstellen. Mechanisch gesehen muss es keine riesige Belastung sein wenn gut entwickelt worden ist. Und mietakku.... Ne muss nicht sein
 
@Frankenheimer:
- ja, weil es neu ist? Früher gab es auch Tankwarte.
- dafür gibt es Materialtests
- wie soll ich denn nicht schonend mit einem BEV-Akku umgehen? Da ist soviel Mess- und Regeltechnik verbaut.
- ja stimmt, ist aber immer eine Preis-Leistungs-Frage
- und CCS ist seit dem ersten BEV Standard?
- weil Nyland das so vorbetet oder warum? Und selbst wenn es 10min dauert ist es immer noch doppelt so schnell wie deine prophezeite Ladedauer in ein paar Jahren.
- welches Massenmarkt-BEV schafft schon so eine km-Leistung? Die kannst du an einer Hand abzählen.
Und auch für Wenigfahrer finde ich das interessant, verhindert es doch das Herumlungern an irgendwelchen Ladesäulen.

Ja, damit hast du vermutlich Recht, leider.
 
hmm... die "5 Minuten" hält man aber nur, wenn man direkt dran kommt.
Wenn zwei Autos davor sind, ist in der Zeit der normale Akku auch schon zu 80% geladen...
(bei (2+1) * realistischeren 10 min)
 
@Diiescher: Das gleiche kann man vom klassischen Tanken behaupten. Wenn alle Zapfsäulen voll sind, wartest du auch. Und selbst wenn nicht, dann meist drinnen am Schalter.
An neuralgischen Punkten kann man ja einfach mehrere Wechselstationen nebeneinander bauen, verbietet ja niemand und wird von Tankstellen ja auch so praktiziert. Wenn die Zapfsäulen nicht ausreichen, wird angebaut.
 
Die Idee ist zwar gut, aber wenn man mit einem krachneuen Auto dort das erst Mal wechselt, bekommt man vielleicht mal einen bereits (ur)alten Akku, der schon zig mal geladen wurde, eingebaut. Die haben dann einen guten Tausch gemacht, mit dem nagelneuen Akku. Nee, - gefällt mir nicht wirklich.
 
Was wird nochmal in den Akkus verbaut und wie lange halten diese und wie werden sie entsorgt? Stromautos sind sicher nicht die Zukunft, wenn die Erde trotzdem dafür bluten muss und keiner sich wirklich Gedanken macht über das wie, wo und wann ...
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