Microsoft und IBM: Wie eine Partnerschaft an OS/2 gescheitert ist

Die Entwicklung des PCs war zu Beginn vor allem ein reibungsvolles Wechselspiel zwischen IBM und Microsoft. Hier wurden viele Weichen gestellt, wichtige Entwicklungen angeschoben und gravierende Fehler gemacht. Letzteres vor allem auch von IBM, das zu spät erkannte, dass Microsoft zügig mehr wurde als nur ein Zulieferer der Betriebssoftware für die eigenen Rechner. Das zeigt auch die Geschichte des grafischen Betriebssystems OS/2, von der die Kollegen von Sempervideo zu berichten wissen.

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Die Ergebnisse, die die Nutzer dabei auf dem Computer zu sehen bekamen, waren hier nur die Spitze des Eisberges. Denn das eigentlich Trennende war die grundlegend un­ter­schied­li­che Kultur der beiden Unternehmen. Auf der einen Seite stand IBM mit seiner Aus­rich­tung auf das Geschäft mit Großunternehmen und einer Organisations- und Arbeits-Weise, gegen die jede Behörde wie ein Hort der unbeschwerten Leichtigkeit wirkt.

Andererseits war da eben Microsoft, das vor allem in den 1980er Jahren noch deutlich anders funktionierte als heute. Immerhin handelte es sich hier um eine Firma, die noch weitgehend vom Universitäts-Leben geprägt war. Am Ende kam dann zwar ein OS/2 mit einer Basis von IBM und einer grafischen Oberfläche von Microsoft auf den Markt. Gegen das längst von den Redmondern vorangetriebene Windows hatte die Insellösung des blauen Giganten dann aber schlicht keine Chance.

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