Dreame D9 Max: Günstiger Saugroboter mit starker Leistung

Saugrobter gibt es in verschiedenen Preisklassen. Während Roborock mit seinen neuen Modellen, wie etwa dem Roborock S7 jedes Jahr etwas teurer wird, orientiert sich der Dreame D9 Max eher am unteren Preisspektrum. Zwar bietet er keine optionale Absaugstation, hat dafür aber andere Stärken. Dreame selbst ist kein Unbekannter auf dem Markt: Der Hersteller blickt bereits auf eine große Produktpalette zurück. Geliefert wird der D9 Max in einem erfreulich kompakten Karton, dessen Aufteilung im Inneren platzsparend erfolgt. Die Verpackung kann gut im Keller verstaut werden, ohne zu viel Platz einzunehmen. Es ist durchaus sinnvoll, sie in Hinblick auf mögliche Garantiefälle aufzubewahren. Positiv hervorzuheben sind auch die vielen Sicherungen, die Dreame für den Transport anbringt. Sollte ein Postbote das Paket doch mal unsanft behandeln, dürfte der Dreame D9 Max das problemlos überleben.

Der D9 Max wird über die Xiaomi Home App angesteuert. Anders als bei Roborock gibt es keine eigene App. Die Einrichtung erfolgt mühelos und der Saugrobtor ist nach einem kurzen Tutorial einsatzbereit. Kaum losgefahren fertigt er eine Karte an, die man im Anschluss unter anderem in Räume und Sperrzonen einteilen kann. So lässt es sich bspw. festlegen, dass ein Bereich zwar gesaugt, aber nicht gewischt werden darf.

Beim Dreame D9 Max handelt es sich dank neuem Motor um einen besonders kraftvollen Saugroboter: Mit bis zu 4000 Pa saugt der D9 Max. Die Konkurrenz lässt der Saugroboter damit teils weit hinter sich: Das aktuelle Top Modell von Roborock kommt mit nur 2500 Pa daher, kostet in der Anschaffung aber fast das Doppelte. Das Mehr an Saugleistung kommt vor allem bei Teppichen zur Geltung. Unser Kollege Timm Mohn konnte außerdem feststellen, dass der D9 Max besser mit abgefallenen Pflanzenresten zurechtkommt. Ein Haushalt mit Kindern und/oder Tieren dürfte die erhöhte Saugkraft auch zu schätzen wissen.

Leider setzt der D9 Max den Trend vieler Saugroboter fort: Extra Zubehör sucht man vergebens. Während anderen Saugrobotern bspw. Ersatzbürsten beiliegen, fehlen diese im Lieferumfang des Dreame D9 Max. Auch ein zweites Wischtuch sucht man vergebens. Gerade im Bezug auf die Wischfunktion ist es schade, dass sich immer mehr Hersteller gegen eine wasserdichte Kunststoffmatte entscheiden, die unter anderem dem Roborock S6 noch mitgegeben wurde. Zwar kann die Wischfunktion im Test überzeugen, leider ist es ratsam, diese in Ermanglung besagter Matte nur durchzuführen, wenn das Wischmodul im Anschluss direkt wieder abgenommen werden kann. Auf diese Weise werden Schäden am Boden durch die Nässe des Wischtuches vermieden.

Bei genauerer Betrachtung des Datenblatts wird schnell klar: Der Dreame D9 Max ist der kleine Bruder des L10 Pro. Ihm fehlt einzig der Button für die Zonenreinigung, die weiteren Spezifikationen gleichen sich aber. Je nachdem, ob ihr den Butten für die Zonenreinigung regelmäßig benutzt, kann es sich lohnen, den L10 Pro dem D9 Max vorzuziehen. Ist dies aber nicht der Fall, lässt sich mit dem neuen Max Modell durchaus ein Schnäppchen machen: Der Dreame D9 Max ist mit 269 Euro aktuell günstiger bei Drittanbietern verfügbar, als es der normale Dreame D9 mit 299 Euro ist. Die Ersparnis ist mit dem Hintergrund, dass sich die Saugleistung vom Max Modell im Vergleich zum normalen Dreame D9 um 1000 Pa gesteigert hat, besonders erfreulich. Dreame Saugroboter sind längst auch bei lokalen Elektrofachmärkten verfügbar. Wer sich den D9 Max vor Ort ansehen möchte, sollte am besten vorher telefonisch anfragen, ob das Gerät aktuell in der Auslage liegt.

Vorteile

  • Starke Saugkraft (4000 Pa)
  • Alexa und Google Home kompatibel
  • Großer 570ml Staubtank
  • Sinnvolle Erklärungen auf dem Wassertank
  • Lange Akkulaufzeit (5200 mAh)
  • Sehr gute Navigation

Neutral

  • Oberseite zieht Fingerabdrücke magisch an
  • Keine Ersatzbürsten oder -lappen

Nachteile

  • Kein Kabelmanagement bei der Dockingstation
  • Keine Kunststoffmatte als Unterlage enthalten

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