Der Vergleich: Neues MacBook Neo oder gebrauchtes MacBook Pro M1?

Wer 2026 ein neues MacBook sucht, steht vor einer typischen Entscheidung: das günstige, neue MacBook Neo oder ein gebrauchtes MacBook Pro mit M1. Beide liegen preislich nah beieinander: das Neo startet bei 699 Euro, während das Pro M1 gebraucht oft ähnlich viel kostet. Technisch setzen sie jedoch unterschiedliche Schwerpunkte, wie unser Kollege Andrzej Tokarski herausarbeitet.

Das Neo tritt mit moderner Effizienz an: A18-Pro-Chip, lüfterloses Design, bessere Kamera und kompakter Aufbau. Das Pro M1 bietet dagegen mehr CPU- und GPU-Kerne, einen größeren Akku, Force-Touch-Trackpad und insgesamt die robustere Ausstattung.

In CPU-Benchmarks zeigt sich ein gemischtes Bild. Im Geekbench-6-Single-Core liegt das Neo mit rund 50 Prozent deutlich vorn, was sich auch im Alltag bemerkbar macht - etwa im Browser-Test Speedometer, wo es über 60 Prozent schneller ist. Im Multi-Core-Test bleibt der Vorsprung gering. In Cinebench bestätigt sich das Muster: Das Neo gewinnt bei Single-Core, während das Pro M1 bei Multi-Core mit etwa 30 Prozent klar dominiert.
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Bei der Grafikleistung dreht sich das Bild. Sowohl in Geekbench Metal als auch in 3DMark liegt das Pro M1 konstant vorne, was auf die stärkere GPU mit acht Kernen und aktive Kühlung zurückzuführen ist. Auch bei der SSD zeigt sich ein deutlicher Vorteil: Das Pro M1 erreicht deutlich höhere Lese- und Schreibgeschwindigkeiten, was sich bei großen Dateien bemerkbar macht.

Praktische Unterschiede zeigen sich zudem bei den Anschlüssen. Das Pro M1 unterstützt Thunderbolt und leistungsfähige Docking-Setups inklusive hochauflösender Displays. Das Neo ist hier deutlich eingeschränkt, etwa ohne Thunderbolt und mit begrenzter Display-Unterstützung. Überraschend punktet das Neo hingegen beim Klang, der in Tests als besser beschrieben wird.

Unterm Strich ergibt sich eine klare Aufgabenteilung: Das MacBook Neo eignet sich vor allem für die Alltagsnutzung, Web-Apps und bietet dem Nutzer ein leichtes, leises System. Das MacBook Pro M1 empfiehlt sich weiterhin für rechenintensive Anwendungen, Grafiklast, schnelle Datenverarbeitung und anspruchsvolle Arbeitsplatz-Setups - vorausgesetzt, man ist bereit, ein gebrauchtes Gerät zu kaufen.

Einen eindeutigen Sieger gibt es nicht. Entscheidend ist, ob im Alltag eher Single-Core-Tempo und Effizienz oder Multi-Core-Leistung, Grafikpower und Anschlussvielfalt gefragt sind.

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