Sex und Skandale: Netflix erzählt "Pornhub-Story" und zeigt Trailer

Netflix ist der weltgrößte Streaming-Dienst, zumindest dann, wenn man pornografische Inhalte ausklammert. Denn Pornhub ist mindestens genauso populär, auch wenn nur die wenigsten zugeben werden, dass sie die Seite regelmäßig besuchen. Nun kommen die beiden "zusammen".

Denn Netflix hat eine Dokumentation über Pornhub angekündigt und auch in einem ersten Trailer vorgestellt. Der Film heißt Money Shot und erzählt nicht nur vom Phänomen der Internet-Pornografie, sondern wirft auch ein kritisches Licht auf Pornhub selbst.

Denn die bekannteste und größte Seite ihrer Art ist vor einigen Jahren in den Mittelpunkt eines riesigen Skandals geraten, dabei ging es um Fälle und Vorwürfe des Menschenhandels und Missbrauchs Minderjähriger. Der Film, der ab 15. März auf Netflix verfügbar sein wird, soll laut den Machern "einen tiefen Einblick in die Erfolge und Skandale von Pornhub bieten" und enthält Interviews mit Sexarbeitern und Sexarbeiterinnen, Aktivisten und ehemaligen Angestellten des Pornogiganten.

Akzeptanz von Pornografie

Wie Variety schreibt, beschäftigt sich Money Shot vor allem auch mit dem Umstand, dass Pornhub die gesamte Sex-Industrie nachhaltig verändert hat. Denn Pornhub hat das Geschäft aus der Schmuddelecke herausmanövriert und Pornografie zu einer "coolen" und gesellschaftlich vielfach akzeptierten Form der Unterhaltung gemacht.

Doch das hatte und hat diverse Schattenseiten, diese kommen auch ausführlich in der Doku vor. "Wir sind überzeugt, dass sie für die wissentliche Ausnutzung des Sexhandels verantwortlich sind", sagt ein Kritiker im Film. "Je mehr ich recherchierte, desto fassungsloser wurde ich. Ich fand zu viele Fälle von Kindern, deren schlimmste Momente in Bernstein konserviert waren."

Es kommen aber auch Befürworter, Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen zu Wort, für sie ist Pornhub nicht nur eine Einnahmequelle, sondern auch ein Mittel zur freien Meinungsäußerung. So heißt es, dass Zensur von Pornhub "nicht nur eine Attacke auf die Pornografie", sondern auch ein "Angriff auf das Recht der Menschen, sich selbst auszudrücken" sei.