Auch die Telekom will die 5G-Auktion per Gericht stoppen

Die Deutsche Telekom überlegt, ebenfalls einen Eilantrag gegen das Auktionsverfahren für die Vergabe der Frequenzen für den 5G-Mobilfunk zu stellen. Das könnte den geplanten Zeitplan für die Vergabe endgültig kippen. ... mehr... Mobilfunk, Lte, Antenne, Sendemast, Funkmast, Handymast Bildquelle: O2 in Deutschland / Flickr Mobilfunk, Lte, Antenne, Sendemast, Funkmast, Handymast Mobilfunk, Lte, Antenne, Sendemast, Funkmast, Handymast O2 in Deutschland / Flickr

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Typische Bund, der Anbieter welcher Breitflächig ausbaut soll für die anderen gleich mit ausbauen...oh Überraschung Wirtschaftsunternehmen wollen das nicht.
 
@0711: Dann sollen sie sich halt nicht bewerben. Es wird sich schon jemand finden der es macht! Falls doch nicht, können sie die Bedingungen immer noch ändern.
 
@Techmage: Tja Wirtschaftsunternehmen sind darauf bedacht selbst keine Nachteile zu erleiden, eine "nicht Bewerbung" ist ein Wettbewerbsnachteil für einen Mobilfunkanbieter, das man für die Konkurrenz investieren muss läuft den eigenen Markterfassungsbestrebungen entgegen.

Bei der Roaming Geschichte war klar dass es den Mobilfunkern nicht passt und es passiert eben was absehbar war, Mobilfunker gehen dagegen vor, die Ausschreibung wird sich verzögern, der Ausbau ebenfalls...alles wie gehabt, die Bundesregierung versagt beim vorantreiben von Neuland - praktisch den identischen Vorgang gabs beim Glasfaserausbau, es sitzen wohl weiter die gleichen hellen Köpfe hinter den Entscheidungen
 
@0711: Techmage hat doch Recht. Wer bei ner ganz normalen Ausschreibung nicht die benötigten Maschinen und Manpower stellen bzw. stemmen kann, der solte sich eben nicht bewerben bzw. nicht nen Angebot abgeben. Oder eben keine Lizenz bzw. Frequenz abgreifen wollen.
Zuerst mal gehts schließlich drum, das die deutsche Bevölkerung ordentlich was davon hat und nicht so sehr darum, das sich da ne Firma hier und dort was zurecht, wohl eher noch gleich ganz weg schnippelt, damit sie möglichst keine Schwierigkeiten bzw. Verantwortung tragen müssen dabei / damit hat.
Hart und überspitzt gesagt: man könnte fast meinen, das das für die Bietenden ne neue Erfahrung ist bzw. wäre, Kunden zufriedenstellen zu MÜSSEN und nicht nur zu können - wenn sie als Firma denn wollen..
 
@DerTigga: Es geht bei dem Protest nicht um die benötigte Maschinen oder Manpower sondern vor allem darum das man das national roaming erzwingen will, wir haben nun mal ein privatwirtschaftliches mobilfunknetz und kein wirtschaftlich denkendes unternehmen unterstützt den mitbewerb aktiv, warum sollten sie das tun?

Die Bundesregierung hat sich für die Privatwirtschaft als Infrastrukturbereitsteller entschieden, hier gibt es dann versorgungsunterschiede für die Bevölkerung. Die Anforderungen an das Netz selbst sind nicht das Problem, das Problem ist das man den Mitbewerb das netz finanzieren soll, warum sollte der Mitbewerber ausbauen wenn es einen dummen gibt der das macht bei dem ich mich dann über national roaming reinschieben kann? Das ergibt einfach keinen sinn für die unternehmen die bauen wollen und ist schon bei der regulierungswut der glasfaseranschlüsse voll in die hose gegangen.

Wer ein privatwirtschaftliche Infrastruktur will, der muss das auch so behandeln. Es gibt natürlich auch den weg aus [o2] dann wäre das alles gar kein Thema, das will die Bundesregierung aber auch nicht.
 
@0711: Komisch, in anderen Ländern wie z. B. Frankreich funktioniert das ohne Probleme. Dort sind die Mobilfunkbetreiber verpflichtet, in nahezu unbewohnten Gebieten zu kooperieren:

https://fr.m.wikipedia.org/wiki/Zone_blanche

In Schweden ist es so gelöst, dass die Mobilfunkbetreiber in entlegenen Gegenden ein gemeinsames Basisnetz schaffen müssen.
 
@0711: Was, meiner Ansicht nach, insich aber relativ egal ist im Punkt: des sich an der Auktion beteiligen wollens. Nicht müssen, sondern wollen. Und wenn einem im Vorfeld klar ist, das man die Vorgaben..um nicht zu sagen Minnimalansprüche der Bundesregierung für und bei G5 nicht erfüllen kann oder will, dann sollte mans eben gleich lassen.
Und nicht weinen und Zeter und Mordio schreien, das die Latte für ein mitmachen (angeblich) sooo schrecklich hoch liegt.
Oder eben mit nem Anwalt drohen und behaupten, das man nen Anrecht drauf hat, DAS sie tiefer gelegt werden MUSS.
Nen Häuslebauer findet es sicher auch nicht witzig, wenn nen Bauunternehmer ihn drauf verklagt, das er, so als Bauauftragverteiler, gefälligst das auflegen von Dachziegel aufs fertige Dach wieder rauszunehmen / ersatzlos zu streichen hat, weil das Bauunternehmen eben nur das Holz des Dachstuihls verbauen möchte - und das trotzdem es imstande wäre bzw. die notwendige Fachkenntnis und Gerätschaft aufbieten kann, auch die Dachziegelgeschichte zu stemmen.
Um beim Bild zu bleiben: das die die Dachziegelgeschichte nicht machen wollen, weil der Häuslebauer sich weigert, seinerseits nen ihn die nächsten 15 Jahre an jenes Bauunternehmen bindenden Sturm und Alterungsschäden des Dachs Beseitigungsauftrag abzusegnen. Könnte ja sonst jemand anderes machen bzw. damit Geld verdienen ?
 
@Goodplayer: In Frankreich gibt es eine sehr klare Abgrenzung wo das gilt, in Schweden ebenfalls, in Deutschland soll es eine generelle regel sein. Das eine schlucken unternehmen eher wie das andere...
 
@0711: National Roaming war in Deutschland bisher auch immer nur für ländliche/schlecht ausgebaute Gebiete im Gespräch, von daher ist das kein Argument.

"Die geplante große Koalition will laut einem Papier der Arbeitsgruppe Digitales das Kartellrecht in dünner besiedelten Regionen ändern, und Kooperation und nationales Roaming ermöglichen."
https://www.golem.de/news/mobilfunk-bundesnetzagentur-will-nationales-roaming-erlauben-1802-132691.html
 
Das bestätigt mir wiedereimal, dass solche Infrastrukturen in die öffentliche Hand gehören, damit unabhängig von Wirtschaftsinteressen und Gier eine Flächendeckende Versorgung umgesetzt wird.
 
@Kribs: ist für den bund wahrscheinlich weniger lukrative als die Lizenzen.
 
@Kribs: ne danke. Man denke an Zeiten der Bundespost zurück. Da hat gar nix funktioniert. Aber man hätte Netz und Anbieter trennen können ... und alles in privater Hand ...
 
Wieso werden nicht die Modelle des Netzausbaus in anderen Ländern begutachtet und kopiert, wo LTE flächendeckend funktioniert? Das wären doch quasi alle Nachbarländer...
 
@Lecter: Weil deutsche Politiker, Lobbyisten, Konzernchefs usw. natürlich viel besser wissen wie es geht ... siehe Glasfaserausbau, Bundeswehr, BER, Elbphilharmonie und all die anderen tollen öffentlichen weltbesten Projekte ... Niemand kann das so spitzenmässig wie das hightec-Land Deutschland!
 
Eigentlich ist es doch so, keiner will Investieren, aber Profitieren wollen sie alle. Im grunde ist es doch eigentlich nur Profitgier die zu diesen Eilanträgen führt. Ich mein, als ob die Telekom pleite gehen würde nur weil sie in den Ausbau investiert. Es wird einem nunmal nichts geschenkt im Leben, da gehts den kleinen wie den Großen, aber die Großen denken immer, sie seien am schlimmsten dran wenn sie mal investieren müssen.
Ich finde im Grunde wird doch nur verlangt dass die Kunden die mit der Bahn fahren und mit dem Auto, eine bessere Abdeckung haben, aber was sind schon die kleinen Kunden, sollen die doch sehen wie sie an Netzempfang kommen. Irgendwann sehe ich schon kommen dass jeder auf seinem PKW ne 15cm Parabolantenne montiert hat um unterwegs überhaupt Netzempfang zu bekommen xD
 
@Windows 10 User: Wobei die Politik es war und ist, welche das Geld des Steuerzahlers unermüdlich an Großkonzerne und Reiche verschenkt ... diese "Privatisierungen" von Post und Bahn waren schon Anfang der 90er Jahre absurd, als man der Öffentlichkeit diese als unbedingt notwendig verkaufte ... das Wort "alternativlos" wurde ja erst später für den politischen ge(miss)brauch entdeckt! Na schauen wir mal ... vlt. könnt Ihr alle in ein paar Jahren nach Afrika Umziehen, um guten 5G-Empfang zu haben, Europa und allen voran wir Deutschen wollen dort doch eine Art Marshall-Plan Umsetzen, damit die Bevölkerung dort bleibt ... da darf man gespannt sein was mit unserem Steuergeld dort alles finanziert wird ... vlt. 5G flächendeckend in der Sahara, um das Gebiet für den Tourismus Aufzuwerten, oder so was in der Art. Schließlich will man doch Arbeitsplätze und Perspektiven in Afrika schaffen ...
 
Die Netze müssen diesen gierigen Anbietern weg genommen und verstaatlicht werden. So wird das nie was mit dem Ausbau. Willkommen in der Digitalwüste Deutschland.
 
Wenn die alle zusammen ein Netz aufbauen würden dann wäre das gleich viel billiger. Jeder zahlt je nach Anzahl seiner Kunden und fertig.

Aber da ist das Konkurrenz denken einfach zu groß um mal was sinnvolles zu machen.
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