Knabberwütige Kakadus bringen Australiens Internet ins Wanken

Der australische Infrastruktur-Dienstleister NBN hat ein Problem: Tiere beschädigen mit schöner Regelmäßigkeit bestimmte Kabel und Verbindungselemente und sorgen damit dafür, dass wichtige leistungsfähige Internetverbindungen in Gefahr geraten ... mehr... Internet, Kabel, Australien, Störung, Vögel, Kakadu Bildquelle: Nbn Kabel, Australien, Störung, Kakadu Kabel, Australien, Störung, Kakadu nbnco.com.au

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"NBN schafft jetzt kleine Kunststoff-Gehäuse an, in denen die Kabelenden vor dem Zugriff durch die Vögel geschützt bleiben sollen."

und der VFK (Verein der frechen Kakadus): "wäre doch gelacht, wenn wir die nicht auch durch bekommen" :D :D :D
 
"...kostet Ersatz jeweils rund 10.000 Australische Dollar."

"Durch die Kakadu-Schäden sollen inzwischen Kosten von rund 80.000 Australischen Dollar für die Beseitigung der Defekte entstanden sein"

Also sind bisher her ganze acht Kabel kaputt gemacht worden? Und selbst wenn es mehr Kabel sind und der Schaden bei 80.000 australischen Dollarn liegt, ist das doch Kleingeld.
 
@W!npast: Wieso immer Kleingeld? Das sind umgerechnet 52.670 Euro.

Wenn man diesen Schaden alleine auf einen sagen wir deutschen Kunden (35 Euro pro Monat) umlegen würde, hätte eine solche Gesellschaft an 1.500 Kunden schon wieder nichts verdient.

Das sind die Gelder die dann für Neuanschaffungen fehlen und irgendwann kostet ein Anschluss 45 Euro und mehr.
 
Schönes Ding irgendwie. Und so lange der Mensch nicht - mal wieder - mit Gewalt reagiert, ist das schon okay. Wir müssen halt akzeptieren, dass wir nicht die Bestimmer über alles sind. ^^
 
@DON666: Vor allen Dingen würde ich an deren Stelle langsam anfangen, einfach die Kabel unter die Erde zu legen. Das spart in dem Falle dann die Kosten für teure Reparaturen. :o)
 
@SunnyMarx: Ist in Australien leider nicht ganz so einfach, da hier weitaus größere Strecken zu den Dörfern zu überbrücken sind.
 
@tommy1977: Ach, auch da kann man mit einer Grabenfräse bis zu 800 Meter am Tag mit aufreißen, das Kabel verlegen und direkt dahinter wieder zu machen. Da muss man wohl eher weniger auf andere Kabel achten. Von daher ist es keine Ausrede, was die Entfernung angeht.
 
@SunnyMarx:
... Bei einigen 10000 den Kilometer die dafür gebaggert werden müssten und die dadurch entstehenden kosten ist das völlig irrational.
Du vergist das in den ländlichen Regionen nur relativ wenige Leute leben, sollen die dann 1000$ im Monat zahlen damit der Anbieter die Kosten überhaupt reinbekommt?

In so regionen ist Funk das einzige brauch und bezahlbare.
 
@Berserkus: Es müssen ja gar nicht alle Kabel unter die Erde. Aber die, die durch die Kakadus beschädigt wurden... Denn wenn man das repariert, stürzen sich die Viecher sich wieder darauf. Effizient wäre also, gleich das Kabel aus deren Reichweite zu bewegen.
 
@SunnyMarx: Die Kabel sind ja unter der Erde, aber ab einer gewissen Höhe ist nunmal keine Erde mehr da. Die Funkmasten sind ja nicht bodenbündig, das würde den Empfang ziemlich beeinträchtigen ^^
 
@Berserkus: in Australien sind 1000 S für highspeed jetzt nicht so utopisch da kostet schon ein DSL Anschluss bis zu 200 Dollar ohne flat.
 
Wenn das Problem bekannt ist und es die Ersatzkabel trifft, wieso testet man die dann nicht regelmäßig auf Funktionstüchtigkeit? Es werden doch sonst auch alle Systeme überwacht, egal ob sie im produktiven Einsatz oder Backupsysteme sind.
Das würde zwar nicht den Schaden als solchen verhindern, aber Folgekosten, wenn das Hauptsystem ausfällt und die Ersatzleitung einen Vogelschaden hat.
 
@FensterPinguin: Ich vermute dass das testen da nicht ganz so einfach sein wird, da die Funkmasten vermutlich mehrere 100 Kilometer auseinanderstehen. Und einfach mal so spasseshalber einen Techniker abzustellen, der mal eben 2000 Masten abfährt wird wohl auch einiges kosten.
Und so wie sich das liest sind das wohl wirklich reine Backupkabel, die bisher nicht angeschlossen sind und bei Bedarf manuell angeklemmt werden, von der Ferne überprüfen war daher wohl auch nicht vorgesehen?
 
@Breaker: Für mich las sich der Artikel, als seien es Kabel, die automatisch genutzt werden, wenn die Hauptleitung ausfällt. Ob da ein Techniker für rausrücken muss, wird für mich nicht ersichtlich.
Aber wenn ich den Artikel noch mal lese, könnte es beides sein. Dann haben die aber ohnehin Glück. Ich sage nur Metalldiebe.
 
@Breaker: Selbst wenn da aus der Ferne überprüfen machbar wäre: mehr als Kabel ist unterbrochen oder nicht werden die auch nicht erfahren, so ohne Vorort Besuch ? ;-)
Gut..man könnte sich evt. das besteigen müssen des Mastes sparen, z.B. per Drohneneinsatz das Schadensbild begutachten - grundsätzlich stelle ich mir aber die Frage, wie das angeht, das da gleich mehrere Masten betroffen sind und das das bei allen Kakadus waren. Denn geht man davon aus, das so ein Mast zig Kilometer, möglicherweise über 100 weit vom nächsten weg steht: ist da ein Kakadu sozusagen zum Weltenbummler geworden, zu jedem hingeflogen und hat das Knabbern den dort lebenden Kakadus beigebracht oder so ? ;-)
 
@DerTigga: Kakadus sind Schwarmtiere, teils mit mehreren hundert Tieren je Schwarm. Die knabbern von Haus aus alles an, was ihnen auch nur irgendwie tauglich erscheint ihren Schnabel einzukürzen.
Kabel sind da absolut bevorzugtes Material, aber auch Terrassenmöbel, Türen usw. sind vor ihnen nicht sicher.
In Australien würde auch kaum einer auf die Idee kommen Kakadus als Haustiere zu halten, die zählen da unten als absolute Schädlinge und werden teils sogar vergiftet oder erschossen.
 
Und wo ist jetzt das Problem - das ist doch ein minimaler Prozentsatz der beschädigt wird...

"Insgesamt betreibt NBN fast 2000 entsprechende sogenannte Fixed-Wireless-Tower. Durch die Kakadu-Schäden sollen inzwischen Kosten von rund 80.000 Australischen Dollar für die Beseitigung der Defekte entstanden sein."

"Weil es sich bei der beschädigten Hardware um Spezialkabel und ähnliches handelt, kostet Ersatz jeweils rund 10.000 Australische Dollar. "

Also 8 Beschädigungen bei 2000 vorhandenen Stationen... Das ist doch echt nicht viel...
 
@Stefan1979: 8 reparierte Beschädigungen, vermutet werden 200. Das Problem ist, dass das erst bemerkt wird wenn ein Techniker vor Ort ist, da die Kabel offenbar manuell angeklemmt werden müssen und lediglich als Reserve vorgesehen sind, falls das Hauptkabel ausfällt.
 
In Australien sind es: Kakadus und Kabel
in Europa sind es : Marder und Autokabel

Lt. https://www.toptarif.de/kfz-versicherung/wissen/marderbiss/

Sollen die Marder alleine in DE pro Jahr 63 Mio EUR(bei 207.000 Schadensfällen) an
Schaden verursachen...dagegen ist das australische Kakadu-Problem doch Peanuts
in Reinkultur
 
@Selawi: Der Vergleich hinkt ein wenig. Marder + Kabel = 1 Mensch betroffen...Kakadu + Kabel = tausende Menschen betroffen. Da würde ich eher diese G20-Pfeiffen als Vergleich nehmen...Pfeiffe + Brandsatz + Kabelschacht = Totalausfall.
 
@tommy1977: Es geht aber nicht darum wie viele betroffen sind sondern die höhe des Schadens der Repariert werden muss.
 
@Selawi: Und die Baggerfahrer nicht vergessen.
 
Wie wäre es dann mit verlegung IM Mast und da wo das Kabel raus miß nen Stahlrohr drum rum? Oder am MAst entlang in nerm Stahlrohr hoch legen? Kann ja nicht so schwer sei oder?
 
@Sssnake: Flieg doch einfach mal auf deine Kosten hin und biete den Reparaturteams deine tatkräftige Hilfe an, danach wirst du es auf den Punkt genau wissen / beantworten können.
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