Neuer Report zur prekären Lage der Arbeiter in der iPhone-Produktion
Die Zustände bei den großen Auftragsfertigern der Smartphone- und Computer-Hersteller in China stehen seit langem im Fokus der Medien. Jetzt hat die bekannte Non-profit-Organisation China Labor Watch einen neuen, beschämenden Report über die Bedingungen für die Arbeiter bei iPhone-Fertiger Pegatron veröffentlicht.
Das aus Taiwan stammende Unternehmen Pegatron ging dabei zuletzt immer sehr offensiv mit der Presse um und hatte selbst in diesem Jahr einen Transparenz-Bericht gestartet, um sich von Vorwürfen der schlechten Arbeitsbedingungen freizukämpfen. Man hat in den oberen Management-Kreisen bei Pegatron anscheinend ein reines Gewissen, was die Arbeitsbedingungen angeht. Dass bei Pegatron in Shanghai dabei noch immer nicht alles zum Wohle der Mitarbeiter geregelt wird, machen nun die neuen Daten von China Labor Watch klar.
Mehr dazu: Apple untersucht erneute Todesfälle in der iPhone-7-Produktion
Diese Überstundenpraxis ist dabei weit verbreitet, obwohl die lokale Gesetzgebung es verbietet, dass die Firmen selbst Überstunden anweisen. Dadurch, dass die Grundlöhne so gering sind, müssten sie das aber auch gar nicht - die Mitarbeiter selbst bitten in der Regel um Mehrarbeit, um über die Runden kommen zu können. Die Lage der Fabrikarbeiter ist also prekär.
Aber auch um den Rest der Arbeitsbedingungen vor Ort ist es trotz der anderslautenden Beteuerungen von Pegatron nicht zum Besten bestellt. Der Report steht als PDF (847 kb) frei zugänglich auf der Webseite von China Labor Watch.
Roboter ersetzen bei Foxconn 60.000 Mitarbeiter der iPhone-Produktion
Massive erzwungene Überstunden
China Labor Watch hat die Fabriken untersucht, in denen derzeit im Auftrag von Apple das iPhone 7 gefertigt wird. Laut dem Bericht der Organisation müssen die Mitarbeiter massiv Überstunden machen, um überhaupt über die Runden kommen zu können. Das System Pegatron wie es China Labor Watch nennt funktioniert dabei über geringe Einstiegslöhne. Ein Mitarbeiter erhält so im Schnitt pro Stunde umgerechnet 2 US-Dollar (2015 waren es sogar im Schnitt nur 1,85 US-Dollar). Die normale Arbeitszeit beträgt dabei 180 Stunden im Monat. Hinzu kommen dann bei über der Hälfe aller Mitarbeiter über 80 "freiwillige" Überstunden monatlich. Nur mit Hilfe dieser Überstunden und deren entsprechender Bezahlung sollen die Gehälter so sein, dass es sich damit nach Abzug der Steuern in China überhaupt Leben lässt.Mehr dazu: Apple untersucht erneute Todesfälle in der iPhone-7-Produktion
Diese Überstundenpraxis ist dabei weit verbreitet, obwohl die lokale Gesetzgebung es verbietet, dass die Firmen selbst Überstunden anweisen. Dadurch, dass die Grundlöhne so gering sind, müssten sie das aber auch gar nicht - die Mitarbeiter selbst bitten in der Regel um Mehrarbeit, um über die Runden kommen zu können. Die Lage der Fabrikarbeiter ist also prekär.
Aber auch um den Rest der Arbeitsbedingungen vor Ort ist es trotz der anderslautenden Beteuerungen von Pegatron nicht zum Besten bestellt. Der Report steht als PDF (847 kb) frei zugänglich auf der Webseite von China Labor Watch.
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Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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