Microsoft stellt Vulnerability Research Program vor
Allerdings legen die Sicherheitsexperten des Unternehmens aus Redmond dabei den Fokus nicht auf die hauseigenen Produkte, sondern kümmern sich in erster Linie um Anwendungen und Dienste von Drittanbietern. Zum Start dieses Angebots macht man auf zwei Sicherheitslücken in Chrome von Google aufmerksam.
In den veröffentlichten Angaben zur ersten Sicherheitslücke in Chrome, welche mit der Bezeichnung MSVR11-001 behandelt wird, heißt es, dass eine Ausführung von Code aus der Ferne beim Browser aus dem Hause Google möglich sein soll. Da Google bei Chrome bekanntlich auf eine Sandbox setzt, in der Code in einer geschützten Umgebung ausgeführt wird, sollen sich die Risiken für die Anwender in Grenzen halten.
Die zweite Bedrohung führt Microsoft unter MSVR11-002 an. Betroffen sind von dieser Problematik die Chrome-Versionen vor 8.0.552.210. Neben dem Google-Browser soll auch Opera in Version 10.62 und früher anfällig sein. Offenbar steht die Schwachstelle im Zusammenhang mit der Implementation von HTML 5. Möglicherweise könnte ein Angreifer durch das Ausnutzen dieser Lücke einen Zugriff auf bestimmte Informationen erhalten, heißt es.
Das neue Angebot aus dem Hause Microsoft haben sich auch die Betreiber von 'Network World' genauer angesehen und eine erste Einschätzung veröffentlicht. Google soll die angesprochenen Fehler bereits aus der Welt geschafft haben. Ein Pressesprecher des Internetkonzerns betonte, dass es sich um verhältnismäßig alte Lücken handelt, die schon im September und Dezember behandelt wurden.
In Zukunft wird man sich bei Microsoft im Rahmen des Microsoft Vulnerability Research Program mit neuen Schwachstellen von Drittentwicklern intensiv beschäftigen. Wie bereits angesprochen, wird man diesbezüglich nicht auf Probleme mit eigenen Produkten eingehen.
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