Steigende Flash-Preise bremsen Siegeszug von SSDs
iSuppli geht davon aus, dass die steigenden Preise für Flash-Module zwar den Speicherherstellern helfen, ihre Krise zu überwinden, andererseits aber auch den Markt für Notebook-SSDs negativ beeinflussen. Da der Flash-Speicher rund 90 Prozent des Preises von SSDs ausmacht, bremst ein Preisanstieg bei diesen Chips die Adaption der Laufwerke auf Seiten der Konsumenten und Firmenkunden, so die Marktforscher.

Der Durchschnittspreis für 16-Gbit-MLC NAND Flash-Module stieg im zweiten Quartal 2009 auf 4,10 US-Dollar. Gegenüber dem vierten Quartal 2008, als derartige Module noch 1,80 US-Dollar kosteten, entspricht dies laut iSuppli einem Anstieg von fast 128 Prozent. Die Flash-Hersteller hatten 2008 ihre Produktionskapazitäten wegen einer zu niedrigen Nachfrage gesenkt, was nun die steigenden Preise nach sich zieht.
Zwar können die Unternehmen nun wieder mit mehr Profit produzieren, da das bisher bestehende Überangebot jedoch allmählich abgebaut ist, müssen sich die Kunden auf steigende Preise bei Solid State Drives einstellen. Selbst eine 32-Gigabyte-SSD auf Basis von Multi-Level-Cell-Speicher erhöhe den Preis eines Notebooks nun wieder deutlich. Langfristig rechnet iSuppli nicht damit, dass die Preise noch einmal auf ein derartig niedriges Niveau sinken werden.
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