Website der australischen Internet-Zensur gehackt
Die Angreifer wollen mit ihrer Aktion gegen die geplante Sperrung Tausender Websites protestieren, die größtenteils keine strafrechtlich relevanten Inhalte anbieten. Zuvor war über das Portal Wikileaks eine Liste der von der künftigen Sperrung betroffenen Internetseiten an die Öffentlichkeit gelangt.

Die nun attackierte Website Classification.gov.au wurde inhaltlich verändert, es handelte sich also um ein so genanntes Defacement. Die von der Regierung veröffentlichte Beschreibung der Aufgaben der Zensurbehörde wurde von den Hackern auf unterhaltsame Art und Weise umgetextet. Unter anderem sei es Aufgabe der Zensur, "die Nation zu Schafen zu machen", hieß es.
Auf der kürzlich veröffentlichten Liste der zu zensierenden Websites fanden sich neben Kinderpornografie-Angeboten und anderen tatsächlich fragwürdigen Inhalten auch YouTube-Videos, Poker-Seiten, Wikileaks-Einträge und sogar die URLs eines Zahnarztes und anderer vollkommen unverfänglicher Homepages.
Auch in Deutschland bereitet man derzeit die Einführung der Internet-Zensur vor. Die meisten großen Provider haben bereits zugestimmt, sich an der auf Drängen von Familienministerin Ursula von der Leyen initiierten Blockierung von "schädlichen" Web-Inhalten zu beteiligen. Kritiker befürchten, dass die Zensur über die Sperrung von kinderpornografischen Inhalten hinaus gehen wird.
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