E-Plus will gemeinsames Netz für mobiles Internet
So sagte der E-Plus-Chef Dirks gegenüber der Welt, dass nur ein gemeinsames Netz sinnvoll ist. Für einzelne Anbieter lohne sich eine solche Investition nicht, da ein derartiger Geschäftsplan nicht aufgehen kann. Sobald das gemeinsame Netz aufgebaut ist, müsse es allen diskriminierungsfrei zur Verfügung gestellt werden, so Dirks.
Als technische Grundlage sollen die frei werdenen Frequenzen der Rundfunksender genutzt werden, die derzeit ihre Übertragung auf digitale Signale umstellen. Unterstützung erhalten die Mobilfunker von der Bundesnetzagentur sowie von der zuständigen EU-Kommissarin Viviane Reding. Allerdings sei mit einem solchen Netz nicht vor 2012 zu rechnen. Zudem wollen die Rundfunkanstalten ihre Frequenzen gar nicht abgeben.
Das eigene Datennetz will E-Plus nur langsam ausbauen. "Wir befinden uns in einem Investitionsdilemma", sagte der E-Plus-Chef. Seiner Meinung nach laufe man Gefahr, die Kosten nicht mehr einspielen zu können, wenn man sein Netz mit großem Aufwand für das schnelle Internet ausrüstet. "Die meisten Mobilfunknutzer benötigen gar keine schnelle Datenverbindung."
Laut Dirks ist mobiles Breitband kein Ersatz für DSL. Die gesamte Branche hat seiner Meinung nach noch nicht verstanden, ein funktionierendes Geschäftsmodell für das mobile Internet zu schaffen. Trotzdem will man im nächsten Jahr in einzelnen Regionen mit der schnellen Funktechnologie HSDPA starten. Vor allem mittelgroße Universitätsstädte sollen erschlossen werden.
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