Dell verkalkuliert sich: "Zu aggressiv im Preiskampf"
Seitdem sind Dell-Rechner auch im Einzelhandel zu haben. Die Zahl der verkauften Geräte im Privatkundenbereich schnellte dadurch im zweiten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um 53 Prozent nach oben, teilte Dell mit. Der Umsatz stieg so von 14,78 Milliarden Dollar auf 16,43 Milliarden Dollar.
Allerdings schlug sich das noch nicht im Gewinn nieder. Wie Konzernchef Michael Dell eingestand, ging man in einigen Bereichen zu aggressiv in den Preiskampf mit der Konkurrenz, was sich massiv auf die Gewinnmargen auswirkte. Der Überschuss zum Quartalsende lag bei 616 Millionen Dollar, vor einem Jahr wurden 749 Millionen Dollar ausgewiesen. Der größte Konkurrent HP konnte seinen Gewinn hingegen um 14 Prozent steigern.
Problematisch sind für das Unternehmen außerdem die geringeren Investitionen aus dem Geschäftskundenumfeld. "Es begann mit den großen Konzernen, danach folgte ein Rückgang aus dem öffentlichen Sektor und auch beim Mittelstand", sagte Finanzchef Brian Gladden. Mit einer Belebung sei in diesem Segment auch in den kommenden Monaten nicht zu rechnen.
Beim Gesamtabsatz verzeichnete Dell einen Rückgang der Verkaufszahlen von Desktop-PCs um 2 Prozent. Bei Notebooks legte man hingegen um 26 Prozent zu.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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