60 Millionen Euro für die Arbeit an den Erben von MP3

Audio Das MP3-Format dürfte so ziemlich jedermann kennen. Die vom Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltung (FIIS) erfundene Kompressionstechnologie hat aber auch schon einige Jahre auf dem Buckel. Deshalb wird nun verstärkt in dessen Nachfolger investiert. Wie das Fraunhofer IIS bekannt gab, will man 60 Millionen Euro in die Entwicklung einer modernen neuen Technologie zur Komprimierung von Musikdateien stecken, die MP3 einst ablösen soll. Zusammen mit der Universität Erlangen-Nürnberg hat man dazu auch das Forschungszentrum AudioLabs in Erlangen gegründet.

Dort erforschen über 100 Wissenschaftler nun neue Technologien für die verlustfreie Komprimierung von Audio- und Videodaten. Unter anderem entwickeln sie skalierbare verlustfreie Kompressionsverfahren auf Basis von HD AAC und Technologien zur Verbreitung von Surround-Sound über Digitalradio mit begrenzter Bandbreite.

Die ersten Pilottests laufen bereits ebenso wie die Arbeit an einer verlustfreien Audiokomprimierung für Telefon- und Konferenz-Systeme, die Sound in CD-Qualität ermöglichen soll. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Universität Erlangen-Nürnberg will man zudem sechs Lehrstühle schaffen, die von international anerkannten Experten besetzt werden sollen.

Das Projekt ist auf einen Zeitraum von zunächst 10 Jahren angesetzt und wird durch die Lizenzeinnahmen aus dem MP3-Format finanziert.
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