Microsoft entwickelt Multi-Touch-Displays für Laptops

Hardware Microsoft hat vor einigen Wochen mit seiner "Surface"-Technologie eine neue Produktreihe aus dem Bereich der interaktiven Displays vorgestellt. Das System basiert auf einer Art Tisch auf dem ein Display montiert ist, das dank einiger Infrarotsensoren mit mehreren Fingern gesteuert werden kann. Wie bei Apples iPhone ist der Anwender nicht gezwungen mit einem Stylus oder einem Finger zu arbeiten, sondern kann soviele Finger zur Bedienung nutzen wie er will. Auf diese Weise können auch mehrere Nutzer gleichzeitig mit dem großen Touchscreen arbeiten.

Wie Microsoft-Kenner Long Zheng jetzt berichtet, arbeitet man in den Forschungsabteilungen des Redmonder Softare-Riesen bereits daran, den Ansatz der sogenannten "Multi-Touch-Displays" auch auf alltagstauglichere Endgeräte zu übertragen. Zunächst stehen offenbar Laptops im Mittelpunkt des Interesses - die klobigen Surface-Tische dürften für Endkunden schließlich kaum brauchbar sein.


Der Ansatz der Microsoft-Forscher, die derzeit im englischen Cambridge arbeiten, unterscheidet sich jedoch deutlich von der beim iPhone verwendeten Technologie. Das Multi-Touch-Display von Apples erstem Handy ist nämlich nur auf die Nutzung mit Fingern ausgelegt, reagiert also ausschließlich bei Kontakt mit der menschlichen Haut.

Be Microsofts Konzept setzt man stattdessen auf Gruppen von Infrarotsensoren, die hinter dem Notebook-Display verbaut werden. Dadurch spielt es keine Rolle, womit man die Oberfläche des Bildschirms berührt und die Technologie kann mit einem normalen Display genutzt werden.

Ziel der Forscher ist es offenbar, eine günstige Methode zu entwickeln, um Multi-Touch-fähige Displays massenmarkttauglich zu machen. Ob und wann Microsoft vor hat, den Ansatz tatsächlich zu kommerzialisieren, steht bisher nicht fest.
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