Windows Live Messenger: Sexuelle Kontakte melden

Microsoft Kinder und Jugendliche, die über den MSN Messenger bzw. Windows Live Messenger Kontakt zu ihren Freunden halten, sollen in Zukunft in der Lage sein, direkt Meldung zu erstatten, wenn sie über den Instant-Messenger mit sexuellen Anzüglichkeiten konfrontiert werden. Das Projekt soll zunächst in Grossbritannien starten und wurde von Microsoft zusammen mit der dortigen Behörde für den Schutz vor Kindesmissbrauch (Child Exploitation and Online Protection Center, CEOP) ins Leben gerufen. Um den Kontakt zu einem möglichen Sexualstraftäter zu melden, muss nur ein Symbol angeklickt werden, das in den sogenannten Tabs des Programms integriert ist.

Wird das Symbol angeklickt, wird eine direkte Verbindung zu den Strafverfolgungsbehörden hergestellt. Speziell ausgebildete Beamte übernehmen dann den Fall und können Hilfestellung geben. Sie unterstützen den Betroffenen beim Abspeichern der für eine Verfolgung des Verdächtigen benötigten Informationen und dem Beenden der Konversation.

Im Anschluss daran, wird der konkrete Fall untersucht und nötigenfalls leitet man die entsprechenden Schritte ein. Auch jugendliche Nutzer der Messenger-Programme von Microsoft aus anderen Ländern erhalten bald diese Möglichkeit. Wann und ob dies auch in Deutschland der Fall sein wird, bleibt abzuwarten.

Microsoft und die Behörden betrachten die Einführung des neuen Tab-Symbols als weltweite Maßnahme gegen die sexuelle Belästigung von Kindern über das Internet. Der Windows Live bzw. MSN Messenger ist mit mehr als 200 Millionen Nutzern der derzeit populärste Instant Messenger.
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