EU vs. MS: Microsoft "übt" mit ehemaligen EU-Richtern
Nach Angaben einer mit der Situation vertrauten Quelle, hat Microsoft mit ihrer Hilfe typische Abläufe einer Anhörung vor einem EU-Gericht nachgestellt und so einen Scheinprozess inszeniert. Dieser fand im Januar in New York statt. Angeblich war unter den "Richtern" auch der ehemalige belgische Justizminister Melchior Wathelet, der am Europäischen Gerichtshof tätig war.
Microsoft selbst wollte die Berichte nicht bestätigen, wies sie aber auch nicht als unwahr zurück. Stattdessen hiess es, dass man bei derart wichtigen Fällen die eigenen Argumentationen vor der eigentlichen Verhandlung verschiedenen Anwälten vorlege. Dadurch wolle man sicherstellten, dass die techniklastigen Dokumente nicht missverstanden werden können.
Dem Redmonder Software-Riesen droht derzeit eine Strafe von täglich zwei Millionen Euro, rückwirkend zum 15. Dezember 2005. Grund dafür ist die Meinung der EU-Kommission, wonach Microsoft bis heute keine ausreichende Bemühungen für die Einhaltung der Auflagen aus dem ursprünglichen Monopolverfahren vorweisen kann.
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