Einstieg ins Autogeschäft - Amazon plant eigene Gebrauchtwagenbörse
Amazon bereitet für Europa offenbar den Einstieg in den Handel mit Gebrauchtwagen vor. Zunächst soll eine eigene Plattform in Großbritannien starten, doch auch deutsche Platzhirsche rüsten sich bereits für den neuen Konkurrenten.
So bereitet Amazon aktuell den Einstieg in den europäischen Markt für Gebrauchtwagen vor. Der US-Konzern plant den Aufbau einer eigenen Plattform und nutzt dafür zunächst Großbritannien als Testmarkt. Dort sucht das Unternehmen bereits nach Personal, um erste strategische Partnerschaften mit lokalen Autohändlern aufzubauen und das neue Geschäftsfeld zu entwickeln.
Die britischen Inseln dienen häufig als europäisches Einfallstor für neue Produkte und Dienstleistungen, da der Markt als technologieaffin und überschaubar gilt. Diesen Weg nutzten zuletzt auch zahlreiche chinesische Autohersteller erfolgreich für ihre Expansion. Großbritannien ist also wohl nur der erste Schritt. Auf absehbare Zeit dürfte die Amazon-Plattform für Autos, die momentan noch keinen offiziellen Namen besitzt, auch hierzulande starten.
Wie der Merkur berichtet, sind die bisherigen Platzhirsche bereits in Alarmbereitschaft. Der britische Marktführer Autotrader warnt seine Anleger in einem aktuellen Geschäftsbericht explizit vor Amazon als neuem Wettbewerber. Auch in Deutschland bereiten sich die etablierten Anbieter auf die drohende Konkurrenz vor und passen ihre Strategien entsprechend an.
In der Vergangenheit waren mehrere Versuche gescheitert, die etablierten Wettbewerbsstrukturen am Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland aufzubrechen. So investierte Volkswagen Millionen in die Plattform Heycar, während das von der Allianz unterstützte Startup Instamotion Insolvenz anmelden musste. Auch die AVAG Holding kam mit ihrem Projekt Alles.Auto nicht über die Startphase hinaus. Aus dem Autohandel kommt dennoch Zuspruch für den möglichen Markteintritt von Amazon, da das den Wettbewerb ankurbeln dürfte.
Burkhard Weller, Präsident des Autohändlerverbands VAD, gibt an, dass Mobile.de derzeit mehr als 70 Prozent der Kundenkontakte liefert. Für die Autohäuser spiele es aber letztlich keine Rolle, wer den Käufer vermittelt, solange der Verkauf vor Ort stattfindet. Ob es Amazon gelingt, das deutsche Duopol langfristig zu knacken, bleibt angesichts der vielen gescheiterten Vorgänger allerdings noch abzuwarten. Die Ressourcen des Online-Riesen sind jedoch praktisch unerschöpflich.
Würdet ihr ein Auto über Amazon suchen oder bleibt ihr lieber bei den bekannten Portalen? Welche Vorteile könnte Amazon gegenüber den etablierten deutschen Plattformen bieten? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Amazon plant den Einstieg in den europäischen Markt für Gebrauchtwagen
- Großbritannien dient als Testmarkt für Kooperationen mit Autohändlern
- Der britische Marktführer Autotrader warnt Anleger vor neuer Konkurrenz
- In Deutschland dominieren derzeit Mobile.de sowie der Rivale AutoScout24
- AutoScout24 nutzt verstärkt künstliche Intelligenz gegen neue Rivalen
- Autohändler begrüßen zusätzlichen Wettbewerb auf dem Gebrauchtwagenmarkt
Neuer Rivale im Autohandel
Amazon ist schon seit Ewigkeiten nicht mehr nur ein reiner Online-Marktplatz. Mit seiner eigenen Hardware wie Echo-Geräten, Kindle-Readern oder seinem Streaming-Angebot über Prime Video ist der Konzern in etlichen Bereichen des alltäglichen Lebens seiner Kunden präsent. Jetzt will das Unternehmen ein völlig neues Betätigungsfeld erschließen: den Autohandel.So bereitet Amazon aktuell den Einstieg in den europäischen Markt für Gebrauchtwagen vor. Der US-Konzern plant den Aufbau einer eigenen Plattform und nutzt dafür zunächst Großbritannien als Testmarkt. Dort sucht das Unternehmen bereits nach Personal, um erste strategische Partnerschaften mit lokalen Autohändlern aufzubauen und das neue Geschäftsfeld zu entwickeln.
Die britischen Inseln dienen häufig als europäisches Einfallstor für neue Produkte und Dienstleistungen, da der Markt als technologieaffin und überschaubar gilt. Diesen Weg nutzten zuletzt auch zahlreiche chinesische Autohersteller erfolgreich für ihre Expansion. Großbritannien ist also wohl nur der erste Schritt. Auf absehbare Zeit dürfte die Amazon-Plattform für Autos, die momentan noch keinen offiziellen Namen besitzt, auch hierzulande starten.
Wie der Merkur berichtet, sind die bisherigen Platzhirsche bereits in Alarmbereitschaft. Der britische Marktführer Autotrader warnt seine Anleger in einem aktuellen Geschäftsbericht explizit vor Amazon als neuem Wettbewerber. Auch in Deutschland bereiten sich die etablierten Anbieter auf die drohende Konkurrenz vor und passen ihre Strategien entsprechend an.
Deutsche Anbieter rüsten auf
Derzeit wird der deutsche Markt stark von zwei Plattformen dominiert. Dabei ist Mobile.de der unangefochtene Marktführer, während AutoScout24 den zweiten Platz belegt. Um sich gegen Amazon zu wappnen, setzt die AutoScout24-Muttergesellschaft Autonex bereits verstärkt auf künstliche Intelligenz. Die Algorithmen sollen Kaufinteressenten gezielter leiten und generieren laut Unternehmensangaben schon jetzt rund 20 Prozent der Kundenkontakte.In der Vergangenheit waren mehrere Versuche gescheitert, die etablierten Wettbewerbsstrukturen am Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland aufzubrechen. So investierte Volkswagen Millionen in die Plattform Heycar, während das von der Allianz unterstützte Startup Instamotion Insolvenz anmelden musste. Auch die AVAG Holding kam mit ihrem Projekt Alles.Auto nicht über die Startphase hinaus. Aus dem Autohandel kommt dennoch Zuspruch für den möglichen Markteintritt von Amazon, da das den Wettbewerb ankurbeln dürfte.
Burkhard Weller, Präsident des Autohändlerverbands VAD, gibt an, dass Mobile.de derzeit mehr als 70 Prozent der Kundenkontakte liefert. Für die Autohäuser spiele es aber letztlich keine Rolle, wer den Käufer vermittelt, solange der Verkauf vor Ort stattfindet. Ob es Amazon gelingt, das deutsche Duopol langfristig zu knacken, bleibt angesichts der vielen gescheiterten Vorgänger allerdings noch abzuwarten. Die Ressourcen des Online-Riesen sind jedoch praktisch unerschöpflich.
Würdet ihr ein Auto über Amazon suchen oder bleibt ihr lieber bei den bekannten Portalen? Welche Vorteile könnte Amazon gegenüber den etablierten deutschen Plattformen bieten? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Amazon präsentiert neue Echo-Geräte und mehr - Preise steigen erneut
- 215 Euro für einen Wecker? Amazon bringt den Echo Time mit Alexa+
- Amazon Kindle+: Bekannte Unlimited-Lese-Flatrate erhält neuen Namen
- Austauschangebot: Amazons günstigster neuer Kindle hat ein Problem
- Das 'Fire' ist aus: Neue Amazon-Alexa-Tablets mit Android & Play Store
Thema:
Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
Amazons Aktienkurs in Euro
Videos zum Thema Amazon
- Geklaute Weihnachten: Prime-Komödie mit Schwarzenegger & Reacher
- Die Ringe der Macht: Amazon zeigt den offiziellen Trailer zur 3. Staffel
- Bloodaxe: Prime Video zeigt den ersten Trailer zur Wikinger-Serie
- Blade Runner 2099: Prime Video zeigt einen neuen Trailer zur Miniserie
- Star Wars: Galactic Racer startet - Kampagne gratis auf Amazon Luna
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