Fortnite-Spieler droht im Voice-Chat und wird vom FBI verhaftet
Ein 29-jähriger Fortnite-Spieler wurde vom FBI festgenommen, nachdem er im Voice-Chat des Spiels schwere Gewalttaten angekündigt hatte. Der Entwickler Epic Games leitete die Sprachaufzeichnungen direkt an die Behörden weiter.
Der Verdächtige war unter dem Nutzernamen WagesOfNinja aktiv und hatte sich laut Gerichtsunterlagen über 1700-mal in das Spiel eingeloggt. In den Sprachaufzeichnungen äußerte er unter anderem den Wunsch, jemanden zu töten, und gab an, täglich an Mord zu denken. Zudem kündigte er an, auf Polizeibeamte zu schießen, falls das FBI an seiner Tür erscheinen sollte, um anschließend durch die Hand der Beamten zu sterben.
Ist es aktiviert, zeichnet das Meldesystem die letzten fünf Minuten der Sprachkommunikation lokal auf den Geräten der Nutzer auf. Wenn ein Teilnehmer einen Verstoß gegen die Gemeinschaftsregeln meldet, wird die entsprechende Audiodatei zusammen mit der Beschwerde an das Moderationsteam von Epic Games gesendet. Das Unternehmen betont, dass es nur dann Zugriff auf die Aufnahmen erhält, wenn die Meldefunktion aktiviert ist und aktiv genutzt wird.
Nach seiner Anklage plädierte Edward F. am 24. September auf nicht schuldig. Ein Gericht ordnete wenige Tage später an, dass der 29-Jährige bis zum geplanten Prozessbeginn in einer Justizvollzugsanstalt bleiben muss. Ein FBI-Agent hatte zuvor die von Epic Games bereitgestellten Sprachaufzeichnungen ausgewertet und bestätigt, dass die Drohungen korrekt transkribiert wurden.
Nutzt ihr in Multiplayer-Spielen die Meldefunktionen für toxisches Verhalten oder schaltet ihr den Voice-Chat direkt stumm? Teilt eure Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren.
Siehe auch:
- Das FBI nahm einen Mann nach Morddrohungen im Voice-Chat von Fortnite fest
- Der Verdächtige sprach über Tötungsabsichten und Schüsse auf Polizeibeamte
- Epic Games übermittelte Sprachaufnahmen und Kontodaten freiwillig dem FBI
- Ein Meldesystem speichert im Spiel die letzten fünf Minuten Sprachdaten ab
- Neben Sprachaufnahmen prüft der Entwickler auch gemeldete Textnachrichten
- Der Angeklagte plädierte auf nicht schuldig und bleibt in Untersuchungshaft
Festnahme nach Drohungen im Spiel
Die US-Bundespolizei FBI hat im vergangenen September den 29-jährigen Edward F. aus dem Bundesstaat Alabama festgenommen, nachdem das Entwicklerstudio Epic Games ihn wegen schwerer Morddrohungen im Voice-Chat des Spiels Fortnite gemeldet hatte. Dem Mann wird vorgeworfen, auf diese Weise Gewalttaten angekündigt zu haben. Er befindet sich derzeit in Untersuchungshaft und wartet auf seinen Prozess, der im Dezember beginnen soll.Der Verdächtige war unter dem Nutzernamen WagesOfNinja aktiv und hatte sich laut Gerichtsunterlagen über 1700-mal in das Spiel eingeloggt. In den Sprachaufzeichnungen äußerte er unter anderem den Wunsch, jemanden zu töten, und gab an, täglich an Mord zu denken. Zudem kündigte er an, auf Polizeibeamte zu schießen, falls das FBI an seiner Tür erscheinen sollte, um anschließend durch die Hand der Beamten zu sterben.
Audio-Beweise durch Voice-Reporting
Wie Aftermath unter Berufung auf eine eidesstattliche Erklärung berichtet, meldete Epic Games den Spieler am 20. September dem FBI. Laut der eidesstattlichen Erklärung erfolgte das als freiwillige Notfallmeldung. Das Paket umfasste Kontodaten, Audioaufzeichnungen sowie Abschriften der Gespräche. Die Audiodaten stammen vermutlich aus dem im November 2023 eingeführten Meldesystem für den Voice-Chat von Fortnite.Ist es aktiviert, zeichnet das Meldesystem die letzten fünf Minuten der Sprachkommunikation lokal auf den Geräten der Nutzer auf. Wenn ein Teilnehmer einen Verstoß gegen die Gemeinschaftsregeln meldet, wird die entsprechende Audiodatei zusammen mit der Beschwerde an das Moderationsteam von Epic Games gesendet. Das Unternehmen betont, dass es nur dann Zugriff auf die Aufnahmen erhält, wenn die Meldefunktion aktiviert ist und aktiv genutzt wird.
Auch Textnachrichten werden geprüft
Neben dem Voice-Chat können Spieler in Fortnite auch Textnachrichten melden, die das System für 30 Tage speichert. Epic Games setzt zudem automatisierte Systeme ein, um Text-Chats auf schädliche Inhalte zu überprüfen. Dazu gehören Äußerungen zu Selbstverletzung, Gefährdung von Kindern sowie Drohungen mit realer Gewalt. Bei schweren Verstößen reicht das Unternehmen die Fälle an die Strafverfolgungsbehörden weiter, während die betroffenen Konten gesperrt werden.Nach seiner Anklage plädierte Edward F. am 24. September auf nicht schuldig. Ein Gericht ordnete wenige Tage später an, dass der 29-Jährige bis zum geplanten Prozessbeginn in einer Justizvollzugsanstalt bleiben muss. Ein FBI-Agent hatte zuvor die von Epic Games bereitgestellten Sprachaufzeichnungen ausgewertet und bestätigt, dass die Drohungen korrekt transkribiert wurden.
Nutzt ihr in Multiplayer-Spielen die Meldefunktionen für toxisches Verhalten oder schaltet ihr den Voice-Chat direkt stumm? Teilt eure Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren.
Siehe auch:
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- "Magie" von Fortnite schwindet, Epic Games entlässt 1.000 Mitarbeiter
- Epic verklagt Ex-Mitarbeiter als berüchtigten Fortnite-Leaker AdiraFN
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Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.