LG Display zeigt neue OLED-Technik für eine längere Lebensdauer
LG Display präsentiert ein neues Fertigungsverfahren für OLED-Bildschirme. Die Technologie verzichtet auf klassische Metallmasken und nutzt stattdessen Fotolithografie. Das verspricht hellere Displays und eine deutlich längere Lebensdauer.
Bisher kommen bei der Herstellung sogenannte Fine Metal Masks zum Einsatz. Die feinen Metallmasken dienen als Schablone, um die roten, grünen und blauen organischen Materialien, kurz RGB, auf das Trägerglas aufzudampfen. Große Masken neigen allerdings dazu, sich unter ihrem eigenen Gewicht durchzubiegen. Das führt zu Ausrichtungsproblemen und erhöht die Produktionskosten bei wechselnden Bildschirmgrößen.
Wie das Branchenmagazin FlatpanelsHD berichtet, setzt FLiPP stattdessen auf ein Verfahren aus der Fotolithografie. Die RGB-Pixel werden nacheinander auf das Substrat aufgetragen. Anschließend entfernt präzises UV-Licht die überschüssigen Bereiche. Der Ansatz erlaubt es, das Trägerglas der Generation 8,5 als Ganzes zu verarbeiten, ohne es vorher aufwendig zerschneiden zu müssen.
Die Werte basieren auf internen Tests unter identischen Laborbedingungen. Ein großer Vorteil von FLiPP ist die theoretische Unabhängigkeit von festen Bildschirmdiagonalen und Auflösungen. Das Verfahren eignet sich für kleine Displays ab einem Zoll bis hin zu riesigen Bildschirmen mit 100 Zoll. Doch wie so oft, gibt es noch Stolpersteine, denn trotz der technischen Vorzüge gibt es auch diverse Herausforderungen. Die Technologie befindet sich in der Entwicklung und erfordert weiterhin hohe Vorabinvestitionen von den beteiligten Herstellern.
Zudem schläft die Konkurrenz nicht. Japan Display arbeitet mit dem eLeap-Verfahren an einem ähnlichen Konzept, kämpft aber bisher mit der Kommerzialisierung in der Breite. Chinesische Produzenten wie Visionox planen ebenfalls den baldigen Verzicht auf Metallmasken.
Was meint ihr zu der neuen OLED-Fertigung von LG? Teilt eure Gedanken und Erwartungen gerne mit uns in den Kommentaren!
LG OLED 55 C6 7LA (55'') Für 1599 Euro bei Media Markt
Siehe auch:
Neue OLED-Fertigung in Busan
Auf der Fachmesse IMID 2026 in Busan hat LG Display eine neue Produktionsmethode für OLED-Panels vorgestellt. Das südkoreanische Unternehmen nennt das Verfahren FLiPP, was für FMM-Less Innovative Pixel Patterning steht. Die Technologie soll die Herstellung von Bildschirmen für Fernseher, Monitore und Wearables verändern, indem sie einen zentralen Schwachpunkt der bisherigen Produktion beseitigt.Bisher kommen bei der Herstellung sogenannte Fine Metal Masks zum Einsatz. Die feinen Metallmasken dienen als Schablone, um die roten, grünen und blauen organischen Materialien, kurz RGB, auf das Trägerglas aufzudampfen. Große Masken neigen allerdings dazu, sich unter ihrem eigenen Gewicht durchzubiegen. Das führt zu Ausrichtungsproblemen und erhöht die Produktionskosten bei wechselnden Bildschirmgrößen.
LG Display stellt das FLiPP-Verfahren für die OLED-Produktion vor
Wie das Branchenmagazin FlatpanelsHD berichtet, setzt FLiPP stattdessen auf ein Verfahren aus der Fotolithografie. Die RGB-Pixel werden nacheinander auf das Substrat aufgetragen. Anschließend entfernt präzises UV-Licht die überschüssigen Bereiche. Der Ansatz erlaubt es, das Trägerglas der Generation 8,5 als Ganzes zu verarbeiten, ohne es vorher aufwendig zerschneiden zu müssen.
Vorteile bei Helligkeit und Strom
Laut Angaben von LG Display vergrößert sich das Öffnungsverhältnis der Pixel durch das neue Verfahren um 55 Prozent. Das Unternehmen verspricht dadurch messbare Verbesserungen gegenüber der herkömmlichen Fertigung: Die maximale Helligkeit soll um das 1,6-Fache steigen, der Stromverbrauch um 13 Prozent sinken und die Lebensdauer der Leuchtdioden um das 2,4-Fache verlängert werden.Die Werte basieren auf internen Tests unter identischen Laborbedingungen. Ein großer Vorteil von FLiPP ist die theoretische Unabhängigkeit von festen Bildschirmdiagonalen und Auflösungen. Das Verfahren eignet sich für kleine Displays ab einem Zoll bis hin zu riesigen Bildschirmen mit 100 Zoll. Doch wie so oft, gibt es noch Stolpersteine, denn trotz der technischen Vorzüge gibt es auch diverse Herausforderungen. Die Technologie befindet sich in der Entwicklung und erfordert weiterhin hohe Vorabinvestitionen von den beteiligten Herstellern.
Zudem schläft die Konkurrenz nicht. Japan Display arbeitet mit dem eLeap-Verfahren an einem ähnlichen Konzept, kämpft aber bisher mit der Kommerzialisierung in der Breite. Chinesische Produzenten wie Visionox planen ebenfalls den baldigen Verzicht auf Metallmasken.
Produktion frühestens 2027
Um die Massenproduktion zeitnah vorzubereiten, plant LG Display umfangreiche finanzielle Aufwendungen. Erste fertige Produkte auf Basis der neuen Technologie werden auf dem Markt frühestens Ende 2027 erwartet. Das Unternehmen möchte zunächst handliche Geräte wie Tablets und Monitore ausstatten, bevor die Technik bei großen Fernsehern und kompakten Headsets für virtuelle Realität zum Einsatz kommt.Was meint ihr zu der neuen OLED-Fertigung von LG? Teilt eure Gedanken und Erwartungen gerne mit uns in den Kommentaren!
LG OLED 55 C6 7LA (55'') Für 1599 Euro bei Media Markt
Zusammenfassung
- LG Display stellt das neue OLED-Fertigungsverfahren FLiPP in Busan vor
- Die Methode ersetzt feine Metallmasken durch präzise Fotolithografie
- Das Verfahren soll ohne das Zerschneiden des Trägerglases auskommen
- Die Helligkeit soll steigen, während der Stromverbrauch sinken soll
- Die Technologie verlängert zudem die Lebenszeit der OLED-Bildschirme
- Erste Bildschirme mit der neuen Technik erscheinen frühestens 2027
Siehe auch:
- Samsung bringt Tandem-OLED für Laptops mit bis zu 1600 Nits
- iPad Mini 8: Kleines Apple-Tablet mit OLED-Bildschirm wohl im Herbst
- iPad mini 8: Apple plant wohl großes OLED-Upgrade, aber mit 60 Hz
- Switch 2 OLED: Nintendo plant offenbar doch ein Display-Upgrade
- OLED-Hoffnung platzt: Nintendo Switch 2 bald mit neuen Displays
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