Linux: Microsofts neue WSL-Container jetzt als Preview verfügbar

Microsoft hat seine neue Container-Technologie für das Windows Subsystem for Linux (WSL) in die öffentliche Vorschauphase gebracht. Mit den WSL-Containern können Entwickler Linux-Container direkt unter Windows ausführen.
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Docker-Nutzer starten leicht

Die Funktion war bereits auf der Entwicklerkonferenz Build 2026 vorgestellt worden und steht nun erstmals einem breiteren Nutzerkreis zum Testen zur Verfügung. Voraussetzung ist die aktuelle Vorabversion des WSL. Nach einem Update erhalten Anwender Zugriff auf ein neues Kommandozeilenwerkzeug namens "wslc.exe" sowie auf eine dazugehörige Programmierschnittstelle (API).

Microsoft betont, dass die Bedienung bewusst an bekannte Container-Werkzeuge angelehnt wurde. Zusätzliche Software wie Docker Desktop muss nun allerdings nicht mehr installiert werden. Wer bereits mit Docker arbeitet, soll sich aber ohne größere Umstellung zurechtfinden. Zusätzlich steht mit "container.exe" ein integrierter Alias bereit.


Die neue Lösung ermöglicht es unter anderem, vollständige Linux-Desktop-Umgebungen in Containern zu starten. Auch Hardware-Ressourcen wie Grafikkarten lassen sich direkt an Container weiterreichen. Dadurch können beispielsweise Anwendungen für Künstliche Intelligenz oder maschinelles Lernen auf die GPU eines Windows-PCs zugreifen und rechenintensive Aufgaben beschleunigt ausführen.

Neben dem Kommandozeilenwerkzeug stellt Microsoft ein API bereit, das sich direkt in Windows-Anwendungen integrieren lässt. Entwickler können Container-Funktionen dadurch in eigene Programme einbauen, ohne dass Endnutzer mit der Kommandozeile arbeiten müssen. Darüber hinaus wurde die Schnittstelle in Entwicklungswerkzeuge wie MSBuild und CMake eingebunden. Container-Schritte können damit unmittelbar in Projektdateien definiert werden.

Es kommt noch mehr

Parallel dazu arbeitet Microsoft an weiteren Verbesserungen für die Zusammenarbeit von Windows und Linux. Geplant ist unter anderem ein neues Standard-Dateisystem auf Basis von virtiofs, das den Datenaustausch zwischen beiden Umgebungen beschleunigen soll. Zudem testet das Unternehmen einen experimentellen Netzwerkmodus namens "consomme". Dieser soll insbesondere in Unternehmensumgebungen Probleme mit VPN-Verbindungen beheben, indem der Netzwerkverkehr von Linux direkt über Windows geleitet wird.

Technisch unterscheiden sich WSL-Container von herkömmlichen WSL-Distributionen. Statt innerhalb einer bestehenden Linux-Umgebung zu laufen, startet jede Anwendung oder Kommandozeilen-Sitzung eine eigene, schlanke Hyper-V-VM im Hintergrund. Nach Angaben Microsofts erhöht dieser Ansatz die Isolation zwischen einzelnen Anwendungen und verbessert damit die Sicherheit.

Zusammenfassung
  • Microsoft veröffentlicht Linux Container Technologie für Windows WSL
  • Neue WSL Container erlauben Ausführung ohne Docker Desktop Software
  • GPU Anbindung ermöglicht schnelle KI Aufgaben unter Windows Systemen
  • API Anbindung erlaubt Integration in eigene Windows Programmanwendungen
  • Jede Anwendung nutzt für hohe Sicherheit eine eigene Hyper V VM Instanz

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