KI-Videos zielsicher erkennen:
Kleines Licht-Gadget soll die Lösung sein

KI-generierte Videos und Deepfakes werden zusehends zu einem Problem. Das britische Start-up Lightmark hat nun angeblich eine Lösung. Dank eines völlig neuen Ansatzes soll es möglich werden, echte Inhalte schnell und sicher von gefälschten zu unterscheiden.
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Lichtsignale gegen KI-Fakes

Anfang des Jahres sorgte die KI Grok für weltweiten Aufruhr, weil sie sexualisierte Deepfakes von Frauen und Minderjährigen erstellte, was sogar eine Untersuchung durch die EU zur Folge hatte. Wie der Vorfall zeigt, werden künstlich generierte Bilder und Videos zu einem wachsenden Problem. Betrüger nutzen Deepfakes mittlerweile in industriellem Umfang. Laien können echte Aufnahmen kaum noch von Fälschungen unterscheiden. Das britische Start-up Lightmark hat nun eigenen Angaben zufolge eine Lösung für dieses Problem.

Das Unternehmen hat eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sich echte von manipulierten oder künstlich erstellten Aufnahmen unterscheiden lassen sollen. Die neue Technologie authentifiziert Videoaufnahmen dabei mithilfe eines kompakten Gadgets nicht im Nachhinein, sondern direkt bei der Entstehung.


Bisherige Ansätze zur Video-Verifizierung wie UNITE setzen meist auf nachträgliche Analysen, Metadaten oder Wasserzeichen. Solche Methoden stoßen oft an ihre Grenzen, da Entwickler die Daten leicht entfernen können und Erkennungssoftware fehleranfällig ist. Das neue System nutzt stattdessen physische Gegebenheiten am Drehort, um die Authentizität einer Aufnahme zweifelsfrei zu belegen und Manipulationen direkt bei der Aufnahme einen Riegel vorzuschieben.

Unsichtbarer Fingerabdruck

Wie Lightmark auf seiner Webseite erklärt, modifiziert die neue Technik die Beleuchtung am Aufnahmeort. Ein kleines Gadget, das Licht erzeugt, sendet ein für das menschliche Auge unsichtbares, dynamisches Lichtsignal aus, das mit den in der Szene bereits vorhandenen Lichtquellen interagiert. Jede Kamera, selbst in handelsüblichen Smartphones, zeichnet das auf diesem Weg entstandene einzigartige Signal automatisch auf. So wird ein Wasserzeichen erzeugt, das fest mit dem physischen Raum verbunden ist. Lightmark: Authentifizierungstool für Bilder und VideosMit solchen sogenannten Beacons wird die unsichtbare Lichtsignatur erzeugt Ein großer Vorteil der Technologie ist ihre Widerstandsfähigkeit. Der Licht-Fingerabdruck lässt sich laut den Machern weder nachträglich hinzufügen noch durch Komprimierung oder Filter entfernen. Zudem können generative Systeme das Signal nicht künstlich reproduzieren. Ein Nachteil besteht darin, dass die Aufnahmeräume vorab mit der entsprechenden Beleuchtungstechnik ausgestattet werden müssen, was logistischen Aufwand bedeutet und nur bei professionellen Aufnahmen wirklich praktikabel ist.

Schutz vor Videopiraterie

Neben der Bekämpfung von Deepfakes zielt das System auch auf den Schutz von Urheberrechten ab. Globale Videopiraterie verursacht jährlich Schäden in Höhe von rund 75 Milliarden Dollar (etwa 64 Milliarden Euro).

Die Licht-Technologie soll künftig exakt identifizieren, aus welcher Quelle geleaktes Material stammt. Das ist besonders für große Streaming-Anbieter und Filmstudios relevant, die hohe Summen in exklusive Inhalte investieren. Auch bei Nachrichten könnte das System helfen, Inhalte zweifelsfrei zu verifizieren. Forscher der Cornell University haben die physikalischen Prinzipien hinter der Technik bereits bestätigt.

Aktuell sucht das Start-up nach weiteren Investoren, um das Vorhaben bis zum Jahr 2027 in die breite kommerzielle Anwendung zu bringen und Hardware-Hersteller für Kooperationen zu gewinnen.

Brauchen wir Methoden, um echte Aufnahmen zielsicher verifizieren zu können? Wie bewertet ihr die konkrete Idee, Videos durch Lichtsignale abzusichern? Teilt eure Meinung und mögliche Bedenken gerne mit uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • KI-generierte Videos und Deepfakes werden zunehmend zum Problem
  • Das Start-up Lightmark will Aufnahmen direkt bei Entstehung authentifizieren
  • Ein Gadget sendet unsichtbare Lichtsignale aus, die Kameras aufzeichnen
  • Licht-Fingerabdrücke lassen sich weder nachträglich hinzufügen noch reproduzieren
  • Nachteil: Aufnahmeräume müssen vorab mit der Technik ausgestattet werden
  • Die Technologie soll Urheberrechte schützen und Piraterie eindämmen
  • Forscher der Cornell University bestätigen physikalische Prinzipien hinter System
  • Das Start-up sucht Investoren, um die Technologie bis 2027 breit anzubieten

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